Textil- und Bekleidungsexporte stiegen in Pakistan für das Geschäftsjahr,

das am 30. Juni 2014 endete, um 5,3 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar, so das pakistanische Amt für Statistik. Im vorherigen Geschäftsjahr betrugen sie 13,06 Milliarden US-Dollar.

Anteilsmäßig stiegen die Exporte von Strickwaren um 10,5 Prozent und Konfektionskleidung um 8,7 Prozent. Der Export von Baumwollgarn legte um 11,65 Prozent zu; der von Rohbaumwole um 33,3 Prozent und der von kardierter beziehungsweise gekämmter Baumwolle sogar um 53,3 Prozent.

Textilminister Abbas Khan Afridi führte das allgemeine Wachstum des Textil- und Bekleidungssektors im Jahr 2014 auf einen Anstieg der Exporte in die EU um 18 Prozent zurück, der durch den neuen APS+ Status Pakistans angekurbelt wurde. Das Allgemeine Präferenzsystem wurde im Dezember für Pakistan bewilligt und trat am 1. Januar 2014 in Kraft. Es soll Pakistans Textil- und Bekleidungsexporte fördern, um mit Konkurrenten wie Sri Lanka und Bangladesch mitzuhalten zu können, die bereits Zollfreiheit in der EU genießen. Der APS+ Status erlaubt Pakistan noch bis 2017 zollfreien Zugang zu 27 europäischen Ländern.

Verglichen mit Juni 2013 fielen die Textil- und Bekleidungsexporte im Juni 2014 um 1,5 Prozent. Direkt vor Monsunbeginn ist der Juni einer der heißesten Monate in Pakistan, der in diesem Jahr durch einen verzögerten Monsunbeginn begünstigt wurde. Afridi macht deshalb die häufigen, durch Überlastung ausgelösten Stromausfälle für den Rückgang verantwortlich. Besonders im Bundesstaat Punjab mussten Textil- und Bekleidungsfabriken deshalb von drei auf zwei Schichten herunterfahren.

Um das Problem der Stromversorgung anzugehen, wurde ein spezielles Kommittee unter der Leitung von Premierminister Nawaz Sharif eingerichtet, das aus für die Sparten Wasser und Strom, Petroleum, Handel und die Textilbranche zuständigen Ministern besteht. Ein erstes Treffen steht jedoch noch aus.

 

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