Puma will wieder mit den Großen spielen und als glaubwürdige Sportartikelmarke wahrgenommen werden. Nachdem das

deutsche Unternehmen jahrelang eher modisch als sportlich war, geht es nun zurück zum Ursprung. Mit dem Werbemotto 'Forever Faster' startet das Unternehmen zwecks dessen die größte Werbekampagne in Pumas Geschichte, in Finanzkreisen werden die Kosten dafür auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Für diese riesige Werbekampagne holt sich Puma den Weltrekordsprinter Usain Bolt und Fußballprofi Mario Balotelli ins Boot. Sie sollen das neue sportliche Image verkörpern und Puma zurück auf die Sportplätze bringen. Den Fokus auf Fashion zu richten lief zwar eine Weile lang gut, aber die Mode ist schnelllebig und irgendwann ging Puma einfach die Luft aus. Das Ergebnis ist eine Bruttomarge, die seit sechs Jahren schrumpft und ein Nettogewinn, der im letzten Jahr um 90 Prozent eingebrochen ist. Puma muss von den Konsumenten wieder als Sportartikelhersteller wahrgenommen werden, das zeigt sich besonders deutlich nach der WM. Die Konkurrenz läuft Puma davon, fast schon außer Sichtweite: Nike ist laut Jahresumsatz siebenmal so groß wie Puma und Adidas fünfmal.

Puma muss also handeln: unprofitable Stores werden geschlossen, die Zahl der Produkte wird um 30 Prozent gesenkt und das Design geändert. Die Frühjahrskollektion 2015 soll dann die Kehrtwende zeigen.

Experten halten die Investition für riskant aber nötig.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN