Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Accenture und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gewinnen

Discounter wie Aldi, Lidl oder Penny kaum noch neue Kunden und müssen sich künftig auf rückläufige Geschäfte einstellen. So sei der Marktanteil der Discounter im vergangenen Jahr nur noch um 0,7 Prozentpunkte, von 42,5 Prozent auf 43,2 Prozent gestiegen, zwischen 2000 und 2006 lag die Steigerungsrate noch bei 1,7 Prozentpunkte pro Jahr.

Weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Je älter die Gesellschaft wird, desto höher der Anteil der Kunden, die sich wieder den klassischen Supermärkten zuwenden. Berechnungen von Accenture zufolge wird der Anteil der Discount-Stammkunden sukzessive schrumpfen, von derzeit 40 auf 28 Prozent im Jahr 2020. Umgekehrt wachse der Anteil der Supermarkt-Käufer, vor allem Rentner-Familien, alleinstehende Ältere und sogenannte „Empty Nest"-Familien, von 40 Prozent im Jahr 2007 auf 45 Prozent im Jahr 2020.

„Diese scheinbar kleinen prozentualen Veränderungen sind ein Erdbeben im Lebensmittel-Einzelhandel, wo es um reine Verdrängung geht", so Gerhard Hausruckinger, Geschäftsführer im Bereich Handel & Konsumgüter bei Accenture. „An der Generation Silber kommt künftig kein Lebensmittelhändler vorbei."

Indiz für die prognostizierte Entwicklung: Der Discount-Riese Aldi musste in jüngster Vergangenheit erstmals einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen.

 

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