Vietnam plant, bis 2020 eines der fünf größten textil- und bekleidungsherstellenden

Länder zu werden, so Studie Nr. 159 von “Textile Outlook International” des Forschungszentrums Textiles Intelligence. Zugleich möchte das Land auch soziale und ökologische Verbesserungen fördern.

Konkret bedeutet dies ein Exportziel von zwischen 20 und 22 Milliarden US-Dollar (15 bis 16,5 Milliarden Euro) bis 2020, das durch Spezialisierung und Modernisierung erreicht werden soll. Erste Ansätze zur Wertsteigerung wurden bereits gemacht: Initiativen, um Auslandsdirektinvestitionen zu fördern und Freihandelsabkommen, die den Handel mit einzelnen Ländern und Regionen begünstigen sollen. Zudem soll in den Bau von Strickbetrieben und Garnfärbereien im Norden und Süden des Landes investiert werden.

Als Mitglied der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) profitiert Vietnam zum Beispiel von der Asean-China Freihandelszone (ACFTA), aber auch von Freihandelsabkommen mit Australien, Neuseeland, Japan, Indien und Südkorea. Zudem hat es bilaterale Abkommen mit Israel und Japan. Ähnliche Abkommen mit der EU und dem asiatisch-pazifischen Raum sind in Arbeit und würden den Handel mit und für Vietnam weiter erleichtern.

Bis jetzt sieht es so aus, als würde Vietnam sein ehrgeiziges Ziel erreichen, denn laut einem letzte Woche vom vietnamesischen Ministerium für Industrie und Handel veröffentlichten Bericht stiegen die Textil- und Bekleidungsexporte im Jahr 2012 mit 17,15 Milliarden US-Dollar (12,9 Milliarden Euro) auf Rekordhöhe; ein Anstieg von 8,5 Prozent. Die USA, Europa und Japan waren die drei Hauptexportziele.

Bis 2015 hat Vietnam sein Exportziel allerdings angesichts schwierigerer wirtschaftlicher Bedingungen in zwei dieser Hauptmärkte (USA und Europa) auf 14 bis 16 Milliarden US-Dollar (10,5 bis 12 Milliarden Euro) gedrosselt. Trotzdem läßt die Entwicklung in den letzten Jahren hoffen, denn zwischen 2005 und 2011 mehr als verdreifachte sich das Exportvolumen von 4,8 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) auf 15,8 Milliarden US-Dollar (11,9 Milliarden Euro).
 

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