Eine Gruppe von Investoren aus Hongkong und Abu Dhabi greift einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge nach der

Adidas-Tochter Reebok. Für die Fitnesstochter seien die Investoren bereit, rund 1,7 Milliarden Euro (2,2 Mrd USD) zu zahlen, schreibt die Zeitung am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bei den Kaufinteressenten soll es sich um Jynwel Capital, einer Beteiligungsfirma der Milliardärsfamilie Low, sowie um Fonds, die in Verbindung zur Regierung von Abu Dhabi stehen, handeln. Eine Adidas-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Aktie legte vorbörslich um mehr als drei Prozent zu.

Adidas steht nach zwei Gewinnwarnungen dieses Jahr stark unter Druck. Der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt kämpft mit Problemen in den USA sowie in Russland und ist zuletzt weiter hinter den Rivalen Nike zurückgefallen. Reebok kaufte Adidas im Jahr 2006 für etwa 3 Milliarden Dollar um näher an die Nike heranrücken und auf dem wichtigen US-Markt stärker Fuß fassen zu können. Die Neuausrichtung der Marke Reebok hat Adidas allerdings viel Zeit gekostet und daher auch für Unmut auf Investorenseite gesorgt. Seit einigen Quartalen meldet die Fitnesstochter wieder steigende Umsätze. (dpa)

 

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