Nachdem Tausende von Arbeitern von Yue Yuen in Dongguan, einer von Chinas

größten Sportschuhherstellern mit internationalen Auftraggebern wie Adidas, Puma, Asics and Nike, Anfang des Monats zehn Tage lang streikten, hat die Firma jetzt die Konsequenzen in Bezug auf die entstandenen Kosten ausgerechnet: stolze 58 Millionen US-Dollar.

Diese Schätzung könnte sogar zu vorsichtig sein und der eigentliche Betrag weiter steigen, da einige Auftraggeber wie Adidas zum Beispiel beschlossen haben, einen Teil ihrer zukünftigen Produktion nicht von Yue Yuen fertigen zu lassen. Die Verluste vom Streik in der Fabrik in Südchina allein belaufen sich auf rund 27 Millionen US-Dollar (einschließlich Gewinneinbußen und zusätzliche Luftfrachtkosten) plus 31 Millionen US-Dollar an Sozialleistungen. Die Arbeiter hatten nicht nur mehr Gehalt verlangt, sondern auch auf ihr Recht bestanden, nämlich Zuschüsse zur Kranken-, Arbeits- und Rentenversicherungen. Obwohl in China gesetzlich vorgeschrieben, werden diese Sozialleistungen nur selten auch ausbezahlt. Bis jetzt.

Mehr als 80 Prozent der Arbeiter nahmen ihre Arbeit wieder auf, nachdem Chinas Ministerium für Arbeitskräfte Yue Yuen dazu verdonnerte, die Sozialleistungen seiner Arbeiter zu korrigieren und der Schuhhersteller zustimmte, dies zu tun und zusätzlich 230 Yuan (fast 37 US Dollar) monatlich als Lebenshaltungszuschuss zu zahlen.

Yue Yuen äßerte sich auch zu bereits gezahlten Beiträgen und sicherte zu, dass das Unternehmen Rückzahlungen für ausstehende Beträge machen werde, nannte aber noch keinen konkreten Betrag, sondern verwies auf eine weitere Ankündigung “zu gegebener Zeit”. Arbeitsrechtsorganisationen schätzen diesen Betrag auf zwischen 100 und 200 Millionen Yuan (16 bis 32 Millionen US-Dollar) ein.

 

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