Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100 000 Beschäftigten der

westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ist am Donnerstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das teilte die IG Metall im schwäbischen Heidenheim mit.

Die Gewerkschaft plant nun Warnstreiks für Anfang November. Aktionen seien im gesamten Tarifgebiet geplant, wie eine Sprecherin sagte. Es erstreckt sich über alle alten Bundesländer. Streikschwerpunkte wurden zunächst nicht bekannt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent. Der Gesamtverband Textil+Mode hält diese Forderung für "schlichtweg nicht finanzierbar". Die Forderungen würden die Branche im internationalen Wettbewerb schwächen. Bei den Verhandlungen hatten die Arbeitgeber kein Gegenangebot vorgelegt. "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen", betonte ein Sprecher.

Vor Beginn der Verhandlungen protestierten etwa 250 Beschäftigte aus Textil- und Bekleidungsfirmen, um den Forderungen nach mehr Geld Nachdruck zu verleihen. Ihr derzeitiger Tarifvertrag läuft am 31. Oktober aus. Die nächste große Verhandlungsrunde soll am 12. November in Münster stattfinden.
 

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