Asos kommt nach Deutschland

Der britische Online Fashion Store Asos will noch in diesem Jahr ins Ausland expandieren und hat dabei auch Deutschland im Visier. Wie nun bekannt wurde, plant das Unternehmen mit Sitz in der Londoner Hampstead Road Ende 2010 den Markteintritt

in gleich drei große Länder: die USA, Frankreich und Deutschland.

Zwar verfügte der selbsternannte englische Marktführer beim webbasierten Modehandel bereits in der Vergangenheit über deutsche Kunden, diese mussten jedoch bislang oft hohe Versandgebühren zahlen, wenn sie bei Asos bestellten. Damit soll nun Schluss sein, Asos greift die hiesigen Marktführer Otto, Neckermann und Co. an und will auch im Terrain der äußerst erfolgreichen Shopping-Clubs wie Brands4Friends wildern.

Asos kommt nach DeutschlandGegründet wurde Asos bereits vor zehn Jahren von Nick Robertson. Mittlerweile führt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über 800 Modemarken und stellt jede Woche 1.500 neue Produkte auf seine Seiten. Neben seiner Hausmarke Asos Apparel führt der Online-Retailer nahezu die gesamte Auswahl an hochwertiger Designer-Mode, darunter Stücke von Elliot, Betsey Johnson, J.Lindeberg, Jaeger London, K by Karl Lagerfeld, PPQ, McQ by Alexander McQueen und Sonia by Sonia Rykiel. Aber auch breiter aufgestellte Marken wie Mango, G-Star, Diesel, Hugo Boss bietet Asos zum Kauf an. Komplettiert wird das Produktsortiment des Versandhauses durch englische Eigengewächse wie Oasis, Karen Millen , Reiss, Hackett sowie einige Jungdesigner.

Bislang liest sich die Entwicklung der Briten wie eine filmreife Erfolgsstory. Als kleiner Vertrieb in London gestartet, setzt Asos mittlerweile über 170 Millionen Britische Pfund im Jahr um und konnte sogar im Krisenjahr 2008/2009 ein Wachstum von 104 Prozent verbuchen.

Ob sich der Erfolg in den neuen Märkten ebenso schnell einstellen wird, bleibt abzuwarten. Wie lange es in Deutschland dauern wird, bis das Unternehmen wie in seinem Heimatland 7,5 Millionen unique Visits monatlich auf seiner Website registriert, kann nur spekuliert werden. Da Asos jedoch bereits jetzt allein durch die Ankündigung des deutschen Markteintritts Hitzewallungen, Atemnot und Endorphinausschüttungen bei deutschen Frauen zwischen 16 und 35 auslöst, kann von einem schnellen Erfolg ausgegangen werden.

Wenn Asos seine Online-Stores in den USA, Frankreich und Deutschland gestartet hat, wird die Firma über 1.000 Menschen beschäftigen. Welche Umsatzziele sich die Briten im ersten Jahr gesetzt haben, ist derzeit nicht bekannt.

Foto: Asos

 

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