Burberry Fuchs: „Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen”

Die international tätige Tierschutzorganisation ‘Vier Pfoten’ startete eine Anti-Pelz-Kampagne und stellt vor allem das Modelabel Burberry an den Pranger. Fuchswelpe ‘Kimi’ ist das Gesicht der Kampagne, seine letzten Lebenstage auf einer finnischen Pelzfarm kann die Öffentlichkeit auf Instagram und Facebook

mitverfolgen. Kimi steht stellvertretend für die weltweit 100 Millionen Tiere, die für die Pelzmode jährlich getötet werden. Ab heute hat Kimi noch 9 Tage zu leben – dann ist Erntezeit.

Man sieht sie überall – Winterjacken mit dicken, flauschigen Pelzkragen. Jedem Träger ist wohl bewusst, was er da an seinerBurberry Fuchs: „Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen” Jacke trägt, aber nur die wenigsten wollen sich wirklich damit auseinandersetzen. Wer will schon sehen, dass der eigene Kragen mal eine Mutter und Geschwister hatte, geatmet und sich bewegt hat. Aber genau das fordert Vier Pfoten nun und will auf die schlechte Haltung von Füchsen aufmerksam machen. Kampagnengesicht Kimi hat nur noch neun Tage zu leben, bis er an eine Burberry-Jacke genäht wird – die Öffentlichkeit kann den Countdown bis zu seinem Tod verfolgen und ihren Protest dagegen zum Ausdruck bringen – mit dem Ziel, das Leben der Füchse zu retten.

„Pelztierzucht hat im 21. Jahrhundert keinen Platz”

Burberry gehört zu den größten Abnehmern der Felle aus Finnland. Zahlreiche Tiere von dort haben körperliche Schäden, unter den Käfigen der äußerst geruchsempfindlichen Tiere türmen sich Exkremente. Sie können sich weder ausreichend bewegen noch graben. Viele Tiere zeigen Verhaltensstörungen bis hin zum Kannibalismus. Das Hauptproblem jedoch ist, dass Burberry seine Pelzprodukte als ethisch korrekt und aus einer Herkunft mit hohen Tierschutzstandards bewirbt.

Vier Pfoten fordert Burberry nun auf, auf Pelzimitate umzusteigen: „Christopher Bailey, seit Mai 2014 neuer Geschäftsführer von Burberry, muss ein Zeichen setzen! Das Leben von Kimi und tausenden anderen Pelztieren liegt in seiner Hand. Fordern wir Christopher Bailey noch heute auf, die Tötung von Kimi zu verhindern und Burberry zu einem pelzfreien Unternehmen zu machen!”

Bisher haben mehr als 147.900 Menschen die Kampagne mit Protest-Mails an Burberry unterstützt, auch via Hashtag #SaveKimi verbreiten Unterstützer auf der ganzen Welt die Nachricht im Netz. Immer mehr Menschen werden nun aktiv und protestieren gegen die schlechte Haltung der Tiere. In Deutschland gibt es ebenfalls willige Tierfreunde, die die Kampagne fördern und sich für die Rechte der Tiere einsetzen. Unter anderem auch die Bands ‘Donots’und ‘itchy poopzkid’.

„Das Besondere an unserer Kampagne ist, dass Kimi real ist“, erklärt Wildtierexperte Thomas Pietsch von Vier Pfoten. Der junge Fuchs wurde erstmals diesen Sommer in einer Pelzfarm in Finnland entdeckt, seither wird sein Schicksal, das er mit Millionen anderen Füchsen teilt, von Vier Pfoten dokumentiert. „Kimi berührt uns alle. Die Modeindustrie und das unkritische Konsumverhalten vieler Kunden fügt den Tieren auf Pelzfarmen immenses Leid zu. Pelztierzucht hat im 21. Jahrhundert keinen Platz.”

Am Samstag (25. Oktober) findet am Rathausmarkt in Hamburg eine Versammlung statt, die Demonstranten werden ab 12 Uhr durch die Stadt ziehen und schließlich vor der Burberry Filiale haltmachen.

Martina Michalsky

 

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