C&A ist Bio-Weltmeister

Die Düsseldorfer Textilkette C&A setzt bei der Produktion ihrer Produkte zunehmend auf Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau. Der Anteil der aus Bio-Baumwolle hergestellten Kleidungsstücke steigt innerhalb des hauseigenen Sortiments stetig und

machte das Unternehmen im vergangenen Jahr sogar zum globalen Spitzenreiter bei den Abnehmern von organic Cotton. Die in den USA ansässige Branchen-Organisation „Organic Exchange“ stellte bereits vor einigen Tagen in einer Studie fest, dass C&A Europa mehr Bio-Baumwolle einkauft, als die US-Riesen Nike und Walmart, die auf den Plätzen zwei und drei folgen.

C&A ist Bio-WeltmeisterEntsprechend stolz zeigte sich C&A-Vorstandssprecher Adreas G. Seitz, der gerade die großen Modeunternehmen in der Pflicht sieht, den nachhaltigen Anbau von Rohstoffen zu unterstützen. So entspreche das Engagement für Bio-Baumwolle nicht nur dem Wunsch der Kunden, sondern sei auch „Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen“. C&A hatte bereits 2007 das strategische Ziel ausgegeben, modische Biobaumwoll-Textilien im textilen Massenmarkt anzubieten und will eigenen Angaben zufolge durch den langfristigen Wechsel zur Bio-Baumwolle „einen Beitrag zur notwendigen Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft leisten“. Ziel sei dabei nicht allein der aktive Umweltschutz durch sparsamen Verbrauch von Energie und Wasser. Genauso wichtig sei „der Schutz von Mensch und Natur“ durch den reduzierten Einsatz von synthetischen Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln sowie verbesserte Existenzgrundlagen für die im Baumwollanbau tätigen Menschen.

„Gerade angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfeldes und eines global rückläufigen Textilmarktes ist der anhaltende Erfolg von Bio-Textilien im Geschäftsjahr 2009 sehr ermutigend“, so Seitz. So konnte der Umsatz von Bio-Textilien nach Angaben von Organic Exchange innerhalb eines Jahres von 3,2 auf 4,3 Milliarden US-Dollar weltweit gesteigert werden. Das entspricht einem Anstieg um rund ein Drittel.

Maßgeblich dazu beigetragen hat wohl auch C&A, das die Zahl seiner verkauften Einzelstücke 2009 um mehr als 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigerte. 18 Millionen Teile aus organic Cotton will C&A zuletzt an die Kundschaft gebracht haben, ein mehr als ordentlicher Wert. Für das laufende Jahr kündigte Unternehmenssprecher Seitz eine weitere Steigerung auf 23 Millionen Teile an, was einem Anteil von zehn Prozent an der gesamten Baumwollkollektion entspräche. Zum Vergleich: Nachhaltig angebaute Baumwolle macht derzeit nur magere 0,75 Prozent der gesamten Baumwollproduktion weltweit aus.

Foto: C&A

 

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