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Calida: Halbjahresumsatz nach Lafuma-Übernahme verdoppelt

16. Sept. 2014

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Der Umsatz des Schweizer Bekleidungskonzerns Calida Holding fiel im ersten Halbjahr 2014 mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Grund war die Übernahme der französischen Lafuma-Gruppe. Bei der hat Calida inzwischen einschneidende Umbauten vorgenommen,

die dazu beitrugen, dass der Nettokonzerngewinn zweistellig wuchs.

Dank des erstmals konsolidierten Beitrags von Lafuma stieg der Halbjahresumsatz um 110,6 Prozent von 93,7 auf 197,4 Millionen Schweizer Franken (163,2 Millionen Euro). Die beiden traditionellen Sparten des Konzerns entwickelten sich unterschiedlich: Die Marke

Calida verbesserte ihren Umsatz um 1,5 Prozent auf 60,2 Millionen Schweizer Franken, beim Luxuslabel Aubade hatte hingegen der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre ein Ende. Ihr Umsatz sank um 4,1 Prozent auf 26,9 Millionen Schweizer Franken. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit der „schlechten Konsumentenstimmung in Aubades Hauptmarkt Frankreich“.

Die gesamte Lafuma-Gruppe kam auf einen Umsatz in Höhe von 85,5 Millionen Schweizer Franken. Das Vorjahresniveau wurde damit um 11,2 Prozent verfehlt. Der Rückgang war allerdings gezielten Restrukturierungsmaßnahmen geschuldet. „Es ist uns planmäßig gelungen, die als strategische Beteiligung im Jahr 2013 mehrheitlich erworbene, defizitäre Lafuma-Gruppe rasch und umfassend zu restrukturieren und zu stabilisieren. Die gezielte Gesundschrumpfung hat bereits im ersten Halbjahr 2014 zu einem positiven Betriebsergebnis geführt", erklärte CEO Felix Sulzberger.

Nach der Übernahme wurde Lafuma in drei Divisionen aufgegliedert: Die größte davon, die auf Outdoor-Bekleidung spezialisierte Millet Mountain Group verzeichnete einen Umsatzrückgang um 17,1 Prozent auf 41,3 Millionen Schweizer Franken. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit der „Neupositionierung und Reorganisation der Marke Lafuma Outdoor“. Unter anderem seien deren Kollektion „stark reduziert und die Vertriebskanäle bereinigt“ worden. Die Division Oxbow meldete einen „strategiekonformen“ Umsatzrückgang um 18,6 Prozent auf 15,8 Millionen Schweizer Franken, die Division Furniture, in der die Garten- und Campingmöbel der Marke Lafuma Mobilier geführt werden, verbuchte eine Steigerung um 5,4 Prozent auf 27,1 Millionen Schweizer Franken.

Lafuma-Gruppe „auf dem besten Weg zum Turnaround“

Auch wenn die Erlöse deutlich schrumpften, entwickelte sich das Ergebnis der Lafuma-Gruppe erfreulich: Musste im Vorjahreszeitraum aufgrund hoher Sondereffekte noch ein operativer Verlust in Höhe von 54,2 Millionen Schweizer Franken verbucht werden, wurde im abgelaufenen Halbjahr ein Betriebsgewinn von 1,5 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet. Die Lafuma-Gruppe sei damit „auf dem besten Weg, schon im ersten Jahr nach der Mehrheitsübernahme durch die Calida-Gruppe den angestrebten Turnaround zu schaffen“, erklärte das Unternehmen.

Insgesamt stieg das operative Ergebnis des Konzerns um 49,7 Prozent auf 9,1 Millionen Schweizer Franken, was aber vor allem an negativen Sondereffekten im Vorjahr lag. Bereinigt um diese wuchs es um 10,7 Prozent. Der Halbjahresüberschuss belief sich auf 5,2 Millionen Schweizer Franken und übertraf das Vorjahresniveau damit um 16,6 Prozent.

Was das zweite Halbjahr betrifft, zeigte sich die Konzernleitung „trotz der verhaltenen Konjunkturprognosen zuversichtlich“. Umbau und Integration der Lafuma-Gruppe stünden in den kommenden Monaten weiter im Vordergrund. „Das positive Ergebnis des ersten Halbjahres stimmt uns zuversichtlich, dass die stark vergrößerte Calida-Gruppe internationale Entwicklungsmöglichkeiten besser wahrnehmen und das Potential aller Marken und Segmente optimal nutzen kann“, resümierte das Management.

Foto: Calida