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Dämpfer für Dänemarks Modebranche

1. Feb. 2013

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Dieser Trage treffen sich auf der Kopenhagener Fashion Week die wichtigsten Protagonisten der dänischen Bekleidungsbranche zu ihrer saisonalen Leistungsschau. Wie wichtig dieser Wirtschaftszweig,

immerhin die viertgrößte Exportbranche des Landes, für die nationale Konjunktur ist, zeigt die Tatsache, dass sich die Wirtschaftsministerin Annette Vilhelmsen am Donnerstag auf der Fachmesse CIFF mit Vertretern einiger der wichtigsten einheimischen Bekleidungsunternehmen traf, um die Situation der Modeindustrie zu diskutieren.

Die hatte im

vergangenen Jahr einen Rückschlag zu verdauen. Nachdem sie im Vorjahr ihren Umsatz dank des seinerzeit außerordentlich starken Auslandsgeschäfts noch um 11,8 Prozent gesteigert hatte, musste sie 2012 einen Umsatzrückgang um 3,7 Prozent hinnehmen. Zu diesem Ergebnis kam der nationale Branchenverband Dansk Mode & Textil. Der Gesamtumsatz belief sich demnach im vergangenen Jahr auf 38,6 Milliarden Dänische Kronen (5,2 Milliarden Euro), davon wurden 22,7 Milliarden Dänische Kronen (3,0 Milliarden Euro) mit Exporten erwirtschaftet.

Im Inland sanken die Erlöse aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Dänen weiter, aber auch im Ausland ging der Umsatz diesmal anders als im Vorjahr zurück. Die Entwicklung fiel dabei regional äußerst unterschiedlich aus. Der Export in die skandinavischen Nachbarländer Schweden (+8,7 Prozent) und Norwegen (+7,3 Prozent) konnte erneut deutlich gesteigert werden. Die Ausfuhren nach Deutschland erreichten immerhin das hohe Vorjahresniveau.

In vielen europäischen Märkten bekamen die dänischen Bekleidungsunternehmen allerdings die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu spüren. So gingen die Exporte nach Frankreich, Südeuropa und in die Beneluxländer zurück. Die Umsätze in Italien und Spanien sanken sogar um jeweils etwa 30 Prozent. Insgesamt sei zudem die Profitabilität der Branche – namentlich der kleineren Unternehmen - niedrig, erklärte der Verband. Besonderen Druck würden die Schwäche des heimischen Einzelhandels, hohe Produktionskosten und die Stärke des US-Dollars ausüben.

Trotzdem herrscht in der Branche Zuversicht. Einer Umfrage des Verbandes zufolge erwarten 15 Prozent der Bekleidungsunternehmen in der kommenden Frühjahrssaison deutliche Zuwächse, 70 Prozent rechnen immerhin mit einem moderaten Wachstum. Lediglich die restlichen 15 Prozent der Befragten erwarten Umsatzrückgänge.

Foto: Vision