DFB und Adidas beschließen Vertragsverlängerung

Der seit Monaten schwelende Ausrüsterstreit ist entschieden. Wie nach dem Spruch des neutralen Schiedsgerichts in der vergangenen Woche zu erwarten war, beschlossen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Sportartikelhersteller Adidas eine weitere Zusammenarbeit.

Beide Parteien einigten sich den Empfehlungen des Schiedsgerichts folgend auf einen Vergleich und verlängerten den laufenden Ausrüstervertrag bis 2018. Adidas wird demnach weiterhin alle DFB-Auswahlmannschaften mit Spiel-, Trainings- und Freizeitbekleidung ausstatten. Außerdem wird sich das Unternehmen verstärkt an sozialen Projekten des Verbandes, am Bau neuer Fußballplätze und der Nachwuchsförderung beteiligen.

Im Rahmen des neuen Vertrages soll Adidas ab 2011 seine jährlichen Zahlungen an den DFB deutlich aufstocken. Statt wie bisher 11 Millionen Euro bekommt der Verband dann 20 Millionen Euro pro Jahr aus Herzogenaurach überwiesen. Wie das Fachmagazin Kicker berichtete, sähe die Vereinbarung außerdem zusätzliche Sachleistungen vor, so dass ein Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro zustande käme. Das deutlich höher dotierte Angebot, das der Adidas-Hauptkonkurrent Nike dem DFB unterbreitet hatte, ist damit vom Tisch. Der US-Konzern hatte auf einem Vertragsbeginn Anfang 2011 bestanden. Adidas konnte so einen wichtigen Prestigegewinn im Duell mit dem Rivalen verbuchen. Die deutsche Nationalmannschaft gilt aufgrund der jahrzehntelangen Zusammenarbeit zwischen dem DFB und dem Sportartikelhersteller als integraler Bestandteil des Markenimages. Das Nike-Angebot war allgemein als Retourkutsche gewertet worden: Seit dem vergangenen Jahr ist Adidas Exklusivausrüster der US-amerikanischen Basketballliga NBA.

Mit diesem Coup konnte der deutsche Konzern seinerzeit in den Kernmarkt von Nike vordringen. Adidas-Chef Herbert Hainer war vor diesem Hintergrund natürlich äußerst zufrieden mit der nun erzielten Einigung: "Die Zusammenarbeit zwischen Adidas und dem Deutschen Fußball-Bund ist zweifelsohne etwas ganz Besonderes. Es gibt in der Welt wohl nur wenige andere Beispiele dafür, wie intensiv und erprobt ein Unternehmen und ein Verband über so eine lange Zeit zusammenarbeiten. Ich freue mich, dass mit dem neuen Vertrag eine der längsten und erfolgreichsten Partnerschaften im Sport ihre Fortsetzung findet," erklärte er. Streit löste der Vertragsabschluss demgegenüber in der Fußballwelt aus. Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL), in der die Profivereine der ersten und zweiten Liga organisiert sind, kritisierte die Vereinbarung. Die Vereine sind an den Einnahmen des DFB prozentual beteiligt und hätten daher bei einem Abschluss mit Nike höhere Einnahmen verbuchen können. Foto: Adidas

 

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