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Düsseldorf: Tragbares trifft auf Haute Couture

25. Juli 2011

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Nach gelungener Premiere im Februar präsentierte sich die Düsseldorfer Modemesse CPD Signatures, ehemals CPD (Collection Premieren Düsseldorf), zum zweiten Mal im verkleinerten Konzept. Ihren endgültigen Weg hat

die Messe allerdings noch nicht gefunden. Die geänderte Tagesfolge wurde von den Einkäufern nur verhalten angenommen und international bekannte Ausstellernamen suchte man auf dem Messegelände vergeblich.

Bereits im März gab die Igedo Company, Veranstalter der Modemesse, die geänderte Tagesfolge bekannt. Anstatt die Messe im bisherigen Rhythmus von Sonntag bis Dienstag stattfinden zu lassen, startete die CPD Signatures erstmals an einem Samstag, um so den nationalen und internationalen Besuchern die Möglichkeit zu geben, die Messe bereits am Wochenende zu nutzen.

Das Bild in den Messehallen gestaltete am frühen Nachmittag des ersten Messetages allerdings ernüchternd und nur wenige Einkäufer nutzen im Vergleich zu den anderen Tagen den Samstag zum Ordern. International bekannte Marken zeigten ihre Kollektion weiterhin jenseits des Messegeländes in eigenen Showrooms oder zeitgleich auf den eigenständigen Düsseldorfer Orderplattformen Premium oder Supreme. Viele Einkäufer schätzten allerdings die teils weniger bekannten Labels auf der CPD Signatures, um mit ihnen ihr Markenportfolio aufzufrischen.

Wie bereits während der vergangenen Messe konnten Aussteller die Catwalk-Area buchen und dem Fachpublikum ihre neuen Kollektionen für die Frühjahr/Sommersaison 2012 in Modenschauen schmackhaft machen. Gezeigt wurde dort durchweg tragbare Mode. Ein großes Thema bleibt weiterhin Color Blocking mit knalligen Farben wie Tomatenrot, Lila, Gelb und Pink. Bei den Materialien dominieren leichte Qualitäten wie Jersey und Seide sowie technisch inspirierte Stoffe. Auch architektonische Schnittführungen mit akzentuierten Details kommen zum Einsatz. Ein weiterer Trend im kommenden Sommer bleibt Denim. Der Jeansstoff wird im kommenden Sommer mit verschiedenen Waschungen veredelt und feiert in Kombination mit Oberteilen und Accessoires aus Blumenprints bei vielen Marken ein Comeback der 1970er-Jahre.

Als Highlight der CPD Signatures stellte sich der deutsch-polnische Designer Dawid Tomaszewski heraus. Er zeigte in einer beeindruckenden Installation seine Kollektion "Vanitas Flowers", die er bereits Anfang Juli im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin präsentierte. Der Designer, der unter anderem für Sonia Rykiel und Comme des Garçons arbeitete, brachte mit seinen traumhaften Modellen einen Hauch von Haute Couture nach Düsseldorf.

Foto: Dawid Tomaszewski/Igedo Company

Marie Mertens




CPD
Dawid Tomaszewski