Einzelhandel senkt Jahresprognose

Besonders zufrieden war der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) mit den Geschäften zuletzt ohnehin nicht gewesen. Nun senkte er auch noch seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Am Dienstag erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, dass die

Branche nunmehr für 2007 nur noch mit einem nominalen Umsatzplus von 0,5 Prozent rechne. Preisbereinigt würde dies einem Rückgang in gleicher Größenordnung entsprechen. Bisher war ein nominales Umsatzwachstum um 1 Prozent erwartet worden. Als Hauptgrund führte Genth erneut die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn an: "Steuern rauf, Umsätze runter.

Einzelhandel senkt JahresprognoseAuf diese simple Formel lässt sich die Entwicklung des zusammenfassen," erklärte er wörtlich. Er verwies aßerdem auf die Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage unter deutschen Einzelhändlern. Demnach konnten nur 34 Prozent der befragten Unternehmen ihren Umsatz steigern, 25 Prozent erreichten das entsprechende Vorjahresniveau und 41 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Bei der Gewinnentwicklung waren die Resultate noch schlechter: "Lediglich 19 Prozent der von uns befragten Betriebe konnten von Januar bis Juni ihre Gewinne steigern," so Genth.

Für fast die Hälfte der Unternehmen habe sich die Gewinnsituation im Jahresvergleich sogar verschlechtert. Etwas optimistischer sind die Erwartungen für das zweite Halbjahr: 39 Prozent der Befragten rechnen mit Umsatzzuwächsen, 21 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Unter den Optimisten befänden sich nach Angaben des Verbandes "besonders die Anbieter von Verbrauchsgütern, vor allem von Lebensmitteln, und von Gebrauchsgütern mittlerer Lebensdauer wie zum Beispiel Textilien". Der HDE erwartet im zweiten Halbjahr für die gesamte Branche insgesamt ein nominales Umsatzplus von gut einem Prozent. Foto: ECE

 

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