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Erneutes Umsatzplus für Calida

3. Apr. 2014

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Der schweizerische Wäschekonzern Calida konnte im Geschäftsjahr 2013 seinen Umsatz weiter steigern. Beide Hauptmarken, Calida und Aubade, trugen zum Wachstum bei. Der Nettogewinn ging allerdings aufgrund von Sondereffekten und der Übernahme des Outdoor-Spezialisten Lafuma deutlich

zurück. Dessen Restrukturierung und Integration wird in den kommenden Monaten eine Hauptaufgabe der Konzernführung bleiben.

Die Calida-Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Jahr einen Bruttoumsatz in Höhe von 211,0 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet knapp 173 Millionen Euro. Damit konnte sie das Vorjahresniveau von 203,1 Millionen Schweizer Franken um 3,9 Prozent übertreffen. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Steigerungsrate bei 2,5 Prozent. Der Nettoumsatz wuchs um 3,8 Prozent auf 206,4 Millionen Schweizer Franken.

Das Lingerie-Label Aubade erwies sich dabei als Wachstumsmotor: Es konnte seine Erlöse um 6,7 Prozent (währungsbereinigt +4,5 Prozent) auf 68,9 Millionen Schweizer Franken steigern. Die Kernmarke Calida legte immerhin um 2,5 Prozent (währungsbereinigt +1,5 Prozent) auf 142,1 Millionen Schweizer Franken zu.

Aufgrund von Sonderfaktoren ging das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich zurück: Es sank gegenüber dem Vorjahr um 22,8 Prozent von 27,2 auf 21,0 Millionen Schweizer Franken. Bereinigt um Einmaleffekte ergab sich allerdings ein Plus von 5,3 Prozent. Der Konzernüberschuss belief sich auf 10,6 Millionen Schweizer Franken und erreichte damit nur noch etwas mehr als die Hälfte des Vorjahreswertes von 20,6 Millionen Schweizer Franken. Neben den negativen Sondereffekten belasteten die Verluste der im vergangenen Jahr übernommenen Lafuma-Gruppe die Bilanz.

Die Integration der Lafuma-Gruppe wird das Geschäftsjahr 2014 prägen

Deren Erlöse werden im laufenden Geschäftsjahr erstmals voll konsolidiert. Damit wird sich der Umsatz des Calida-Konzerns voraussichtlich verdoppeln: Im jüngsten Geschäftsjahr erlöste Lafuma umgerechnet 238 Millionen Schweizer Franken. Die Restrukturierung des zuletzt defizitären Outdoor- und Sportartikel-Spezialisten, zu dem die Marken Millet, Eider, Oxbow und Lafuma gehören, zählt derzeit zu den wichtigsten Aufgaben der Calida-Führung. „Das Geschäftsjahr 2014 wird ganz im Zeichen des angestrebten Turnarounds und der Integration der Lafuma-Gruppe stehen“, erklärte der Vorstand und äußerte die Hoffnung, „dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen bei Lafuma schon im Jahr 2014 zumindest zu einem ausgeglichenen Resultat führen werden“.

Ansonsten fallen die Aussichten ausgesprochen zurückhaltend aus: „Bei unseren Kernmarken Calida und Aubade erwarten wir 2014 ein recht schwieriges Jahr“, erklärte das Management. Insbesondere in Frankreich, dem Heimmarkt von Aubade, habe sich „die Wirtschaftslage verschlechtert“, und die Konsumentenstimmung sei „nicht gut“. Auch die Kernmarke steht nach Einschätzung des Vorstandes vor herausfordernden Monaten: „In der Schweiz und in Deutschland, den Heimmärkten der Marke Calida ist die wirtschaftliche Lage positiver, hier ist aber die Wettbewerbssituation angespannt.“

Die widrigen Rahmenbedingungen werden sich voraussichtlich auf das Ergebnis auswirken: „Ertragsseitig gehen wir insgesamt von einem leicht schwächeren Resultat aus, da es für Calida und Aubade in 2014 schwierig sein wird, vollumfänglich das operative Rekordergebnis von 2013 zu wiederholen, und die Lafuma-Gruppe vorerst kaum einen wesentlichen Gewinnbeitrag leisten wird“, erklärte die Konzernleitung.

Foto: Calida