Every day counts: „Stell dir das Ganze als Toast vor”

Die amerikanische Esprit Holdings Limited wurde gestern um ein weiteres Label bereichert. ‘Every day counts’ feierte gestern in Amsterdam Premiere und eröffnete seinen ersten Store weltweit in der niederländischen Hauptstadt. FashionUnited hat sich zu diesem Anlass mit den Hauptverantwortlichen

des Labels unterhalten, um ein bisschen mehr darüber zu erfahren.

19 Uhr in Amsterdam, es ist schon dunkel als FashionUnited im nördlichen Teil des Stadtzentrums ankommt, wo die Vorstellung des Labels stattfindet.Every day counts: „Stell dir das Ganze als Toast vor” Mit dem Aufzug geht es hoch in den 18. Stock, oben angekommen wird man nett empfangen und gelangt direkt in den Showroom, in dem die rund 150 Teile der ersten Kollektion, bestehend aus Damen- und Herrenmode sowie Accessoires, hängen.

Lieblingsstücke und Evergreens

Armin Broger, Präsident von Every day counts, begrüßte FashionUnited mit einem Lächeln. Auf die erste Frage, warum dieses Label ins Leben gerufen wurde und was daran so besonders ist, antwortete er: „Es ist doch so, jeder kennt das, man hat den Schrank voll mit Kleidung und trotzdem trägt man immer wieder nur die gleichen Teile. Das sind genau die Teile, die wir machen wollen – die Lieblingsstücke und Evergreens. Stell dir das Ganze als Toast vor: Wir machen Teile, die etwas schlichter sind, also das Toast, und Teile die ‘edgy’ sind, das ist das, was auf das Toast draufkommt und je nach Geschmack gestaltet werden kann. Somit bekommt etwas Schlichtes, die gute Grundlage, eine persönliche, ausgefallene Note. Unsere Stücke sollen die Lieblingsteile mit dem gewissen Etwas sein.”

Das Label produziert seine Ware ausschließlich im Mittelmeerraum, viel in der Türkei, und legt dabei großen Wert auf gute Qualität zu einem erschwinglichen Preis sowie faire Bezahlung für die NäherInnen. Ein Tank-Top bekommt man also schon für rund 13 Euro, einen etwas ausgefalleneren flauschigen Wintermantel für 130 Euro. Das kleine Team von 14 Leuten arbeitet eng zusammen, Category Manager Manon Egging erklärt FashionUnited den Look des Labels so: „Wir unterscheiden bei uns zwischen ‘Everyday-’ und ‘Today-Stücken’. Ein Everyday-Teil ist ein gutes Basic, das sich durch seine Qualität und seine Alltagstauglichkeit auszeichnet. Und dann haben wir die Today-Stücke, sie sind mehr ‘edgy’ und ausgefallener. Natürlich hängt das immer vom Träger der Kleidung ab, was für den einen gewagt ist und nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank geholt wird, ist für den anderen der Alltags-Look. Das entscheidet jeder für sich.” Ein Schwerpunkt von Every day counts liegt auf dem Angebot von Jeans, die preislich zwischen 50 und 90 Euro liegen. „Es gibt viele Jeans-Labels, aber sie bieten entweder sehr gute Qualität zu sehr hohen Preisen oder qualitativ mangelhafte Ware zu sehr günstigen Preisen an. Ich finde, dass es eine unnötige Umweltverschmutzung ist, schlechte Produkte herzustellen. Wir möchten gute Denim-Produkte zu einem angemessenen Preis anbieten und wir arbeiten außerdem an neuen Möglichkeiten, Denim zu verwenden. Im Moment ist eine meine Lieblingsideen, ein Regenmantel aus wasserabweisendem Denim.”

Ab dem 20. Oktober ist die Mode von Every day counts in 25 Ländern online und in den Niederlanden (Amsterdam) seit gestern offline erhältlich. „Die Website ist zur Zeit nur auf Englisch verfügbar, Ende Oktober folgen Deutsch und Niederländisch. Geliefert wird natürlich trotzdem in alle 25 Länder. Wir haben sehr darauf geachtet, alles möglichst schlicht und einfach zu gestalten. Das gesamte Layout ist sehr clean und ermöglicht ein einfaches Durchschauen der Kollektionen, man muss nicht ständig hin und her klicken. Zudem kann man sich selbst Ware in die Stores schicken lassen, wenn das gewünschte Teil nicht vorrätig ist ”, erklärt Barry Giggings, Head of Digital.

Für die Zukunft hat das neue Label auch schon Pläne geschmiedet: „Wir wollen weitere Stores in Rotterdam und anderen großen niederländischen Städten eröffnen. In Deutschland würde uns Berlin gut gefallen, aber wir konzentrieren uns zunächst auf ein Land”, sagt Broger.

Martina Michalsky
 

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