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Fachmessen in London weiterhin im Wachsen

17. Feb. 2011

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Als Folgeveranstaltungen zur London Fashion Week öffneten einige weitere Fachmessen ihre Tore. Die Fachmesse wahrt ihren Status als älteste und einzige unabhängige Fachmesse. Die europäische Modemesse Pure London expandiert weiter

und Stitch ist der Allroundanbieter in punkto Herrenmode.

Bei ihrer diesjährigen 20. Ausgabe bot die Margin eine Auswahl an Streetwear Labels und Accessoires für Männer und Frauen. Junge Labels waren ebenso vertreten wie alteingeführte, u.a. Silas, Obey, C1RCA Select, Fourstar, Vestal. In den vergangenen acht Jahren erwies sich die Margin als Erfolg versprechendes Terrain für Großeinkäufer und Presse auf der Jagd nach neuen Designertalenten. Mark Bage aus dem Modegeschäft Sarah Coggles in York meint dazu: "Mir gefällt diese Unabhängigkeit. Ich finde, Margin ist eine der besten Shows, wir lassen sie nie aus. Die Designer sind jung und unverbraucht, aus dieser Naivität wächst Kreativität. Die Margin leistet einen sehr wichtigen Beitrag, dass sie alle mit derselben Ästhetik unter einem Dach versammelt. Ich bin der Meinung, sie ist eine der wichtigsten Messen."

Für alle, die nach noch mehr Menswear Ausschau halten, gibt es drei Tage lang die Stitch, die gemeinsam mit der Pure Spirit in ihrem neuen Zuhause im Londoner Earls Court untergebracht ist. Zum ersten Mal hat sich die Stitch mit der Pure Spirit, einem Ableger der Pure London, zusammengetan. Gemeinsam zeigen sie mehr als 300 Marken und bieten neben den Ausstellungsräumen auch Shows, Trendpräsentationen, Geschäftsseminare und andere Events.

Die Menswear-Messe Stitch präsentiert aufstrebende Marken und eingeführte Unternehmen, wie z.B. Le Coq Sportif, Lambreatta, One True Saxon, Ellesse und Blue Collar Worker. Die Business-Plattform Vision geriert sich als aufstrebender Menswear-Bereich mit Designern wie Carolyn Massey, David David, Louise Dalton, Forgotten Future. Geschäftsführer und Gründer der Stitch, Brian Duffy, kommentierte: “Was die Marken betrifft haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Ich bin überzeugt, zusammen mit unserem Co-Veranstalter Pure Spirit bauen wir das seit Jahren größte und beste Messe-Event Großbritanniens auf.” So weit so gut, denn mit 4.000 Besuchern hat die Stitch schon in den ersten beiden von drei Tagen einen Teilnahmerekord aufgestellt. Die positive Stimmung lag wohl schon in der Luft, denn erst vor einem Monat meldeten sich noch eine Reihe neuer Marken bei der Stitch an: Duck & Cover, Palladium, Fruit of the Loom, Trikki Clothing und Boxfresh, um nur einige zu nennen.

Mit Pure Spirit widmet sich die Pure London zeitgemäß progressiver Mode für Frauen. Einige neue Marken gaben bei der Pure Spirit ihr Debüt: Katie Price mit ihrer Kollektion Day 22, die französische Frauenmodemarke Molly Bracken und die in Großbritannien eingeführte Pilar Vidal. Auch Custo Barcelona fanden zum ersten Mal den Weg zu Pure Spirit und zeigten ihre neue Linie Custoline mit den typischen Prints. Außerdem gab es auch noch die Jeansmarken Monkee Genes, Kuichi, und Pepe Jeans zu sehen. Samantha Bleasby, Pure Spirits Event-Managerin erklärte: “Mit dem Start von Pure Spirit am Earls Court wollen wir die Besucherzone der Pure ausbauen und zusätzlich einen Schwung neuer Einzelhändler anlocken. Internationale Marken, die nie zuvor in Großbritannien waren, haben inzwischen erkannt, dass ihnen die Pure Spirit hervorragend als Plattform dient, um Aufträge von Geschäften und Kaufhäusern in Großbritannien und im Ausland an Land zu ziehen.”

1997 ging die Pure London als Inlandsmesse an den Start, heute ist sie eine der führenden Veranstaltungen im Laufe des Modejahrs. Das Erfolgsrezept der Messe war Anstoß für einige weitere Fachgruppen, darunter Pure Accessories, Pure Footwear, Pure Premium und natürlich Pure Spirit und Stitch. In der letzten Saison konnte die Messe 12.500 Besucher begrüßen und jetzt ist sogar mit der Überschreitung der 16.000-Besuchermarke zu rechnen. Die Messe möchte den Aufwärtstrend nutzen und den Teilnehmern immer noch mehr bieten: acht verschiedene Modenschauen, Trendseminare und Interviews mit Fachleuten. Und natürlich auch die Zusammenarbeit mit der Stitch als Erweiterung der Produktpalette. Mit diesen Großereignissen ist die britische Modesaison allerdings noch nicht zu Ende. Kommendes Wochenende konkurrieren mit der London Fashion Week noch die Messe für nachhaltige Mode Esthetica sowie die Allround-Messe Moda im National Exhibition Center (NEC) Birmingham.

Von unserem Korrespondenten in London