Gewinnrückgang bei Bijou Brigitte

Der Hamburger Modeschmuckfilialist Bijou Brigitte modische Accessoires AG konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzzuwachs verzeichnen, der Gewinn lag allerdings unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Wie das Unternehmen am Donnerstag

bekannt gab, erreichte der Umsatz im Berichtszeitraum eine Höhe von 166 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 6,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres, in dem der Umsatz bei 155,3 Millionen Euro gelegen hatte.

Angesichts der Tatsache, dass Bijou Brigitte in den vergangenen Jahren regelmäßig zweistellige Zuwachsraten erzielen konnte und auch im ersten Quartal noch um 8,5 Prozent zulegte, handelt es sich um eine recht ernüchternde Entwicklung. Selbst dieses vergleichsweise bescheidene Wachstum kam nur aufgrund der Eröffnung neuer Filialen zustande. Auf vergleichbarer Fläche gab der Umsatz im Jahresvergleich um 3,7 Prozent nach. Seit Jahresbeginn eröffnete Bijou Brigitte insgesamt 38 neue Läden. Vor allem in Italien und Frankreich expandierte das Unternehmen, das mittlerweile 63 Prozent seiner Filialen im Ausland betreibt. Sieben Filialen wurden im selben Zeitraum geschlossen, so dass Bijou Brigitte am Stichtag, dem 30. Juni, über insgesamt 962 Filialen verfügte. Trotz der gemeldeten Umsatzsteigerung musste das bislang so erfolgsverwöhnte Unternehmen im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Das Betriebsergebnis ging von 52,6 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 48,9 Millionen Euro zurück, der Konzernüberschuss sank von 34,3 Millionen Euro auf 33,4 Millionen Euro. Zu dieser negativen Entwicklung hätten vor allem gestiegene Personal- und Mietkosten beigetragen, teilte Bijou Brigitte mit. Trotzdem soll der Expansionskurs fortgesetzt werden. Im Gesamtjahr will das Unternehmen sein Filialnetz um insgesamt 80 Filialen vergrößern. Schwerpunkt ist das europäische Ausland, aber auch in den USA sind neue Geschäfte geplant. Nach wie vor erwartet der Konzern für 2007 "eine Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau". Voraussetzung sei jedoch ein gut verlaufendes Weihnachtsgeschäft im letzten Quartal.

Foto: Bijou Brigitte

 

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