H&M: Kuhler August dampft Wachstum

Trotz unerwartet mäßiger Geschäfte im August konnte der schwedische Textilfilialist H&M das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn abschließen. Wie das Unternehmen am Mittwoch meldete, erreichte der

Konzernumsatz ohne Mehrwertsteuer im Berichtszeitraum eine Höhe von 18,707 Milliarden Schwedischen Kronen. Er lag damit um 12 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 16,754 Milliarden Schwedischen Kronen. Währungsbereinigt betrug die Wachstumsrate 14 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Umsätze um 2 Prozent. Negativ beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung durch vergleichsweise schwache Geschäfte im August.

H&M: Kuhler August dampft WachstumIn diesem Monat stiegen die Umsätze um 11 Prozent, flächenbereinigt musste H&M einen Rückgang um 1 Prozent hinnehmen und verfehlte damit die Erwartungen. Das Unternehmen verwies zur Begründung auf das wenig sommerliche Wetter. Im September hätten sich die Verkaufszahlen hingegen bisher wieder "sehr befriedigend" entwickelt, hieß es weiter. Den operativen Gewinn steigerte der Textilkonzern dank einer höheren Bruttomarge von 3,648 Milliarden Schwedische Kronen im dritten Quartal des Vorjahres auf nunmehr 4,228 Milliarden Schwedische Kronen. Das Ergebnis nach Finanzposten wuchs um 17 Prozent von 3,768 Milliarden Schwedischen Kronen auf 4,404 Milliarden Schwedische Kronen, der Periodengewinn nach Steuern von 2,543 Milliarden Schwedischen Kronen auf 3,167 Milliarden Schwedische Kronen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 erwirtschaftete H&M damit einen Umsatz in Höhe von 55,529 Milliarden Schwedischen Kronen, was einer Steigerung um 14 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht, in dem der Umsatz 48,888 Milliarden Schwedische Kronen betragen hatte. In lokalen Währungen lag die Steigerung bei 16 Prozent, auf vergleichbarer Fläche bei 5 Prozent.

Der Gewinn nach Finanzposten stieg in diesem Zeitraum um 25 Prozent von 10,368 Milliarden Schwedischen Kronen auf 12,949 Milliarden Schwedische Kronen. Der Konzerngewinn nach Steuern erreichte nach 6,998 Milliarden Schwedischen Kronen in den ersten neun Monaten des Vorjahres nunmehr 8,935 Milliarden Schwedische Kronen. In Deutschland, dem mit Abstand wichtigsten Einzelmarkt für H&M, entwickelten sich die Umsätze unterdurchschnittlich: Im dritten Quartal, in dem keine neuen Filialen hierzulande eröffnet wurden, stiegen sie um 5 Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent) auf 5,248 Milliarden Schwedische Kronen. Das im August in Deutschland und Österreich gestartete Online- und Katalog-Versandgeschäft habe sich "sehr gut" entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

In den ersten neun Monaten, in denen hierzulande Umsätze von insgesamt 15,845 Milliarden Schwedischen Kronen erzielt wurden, lag die Wachstumsrate bei 8 Prozent (währungsbereinigt +10 Prozent). In diesem Zeitraum eröffnete H&M in Deutschland 11 neue Shops und steigerte die Gesamtzahl auf 311. Weltweit verfügte der Konzern damit am Stichtag, dem 31. August, über 1,432 Filialen. Für das vierte Quartal kündigte das Unternehmen die Eröffnung von 83 zusätzlichen Geschäften an, um das Expansionsziel von 170 neuen Filialen im Gesamtjahr zu erreichen. Der Start des Wohnaccessoires-Konzepts H&M Home wurde hingegen auf den Herbst 2008 verschoben. Wie der Konzern mitteilte, benötige er mehr Zeit zur Entwicklung des neuen Segments.

 

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