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Indische Lederwaren suchen Alternative zu Europa

3. Okt. 2012

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Die Verlangsamung der europäischen Wirtschaft könnte die betroffenen Länder langfristig mehr beeinflussen als erwartet, wenn alte Handelspartner sich nach neuen umschauen und diese neuen Geschäftsverbindungen

eventuell besser funktionieren.

Die
indische Lederwarenindustrie zum Beispiel verdankt 60 Prozent ihrer Einkünfte den Exporten nach Europa. Angesichts ausbleibender oder sehr dezimierter Aufträge dieses Marktes muss sie sich nach Alternativen umsehen – und hat sie in Südostasien, Japan, Korea, Afrika und Südamerika gefunden.

Zudem haben sich die Industrien verschiedener betroffener Länder wie Indien, Pakistan, Sri Lanka, Nepal, Afghanistan und Bangladesh zum Verband der Lederindustrien Südasien (LIASA) zusammengeschlossen, um Situationen wie die Preis- und Absatzkrise in Europa und den Rohstoffmangel gemeinsam zu meistern. Die Erschließung neuer Märkte und die Reduzierung von Transaktionskosten stehen ebenfalls ganz oben auf der Agenda des neuen Berufsverbands.

Laut indischem Verband für Lederexporte (CLEI) schaffte es die indische Branche bereits, 2011-2012 die erwarteten Einkünfte von 4,7 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) trotz der trüben Situation zu überbieten und erwirtschaftete 4,9 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro). Exporteure in den großen Städten sahen einen Rückgang der Bestellungen aus Europa um 10-12 Prozent; Exporteure aus kleineren Städten sogar um 20-25 Prozent. Der Prokopfverbrauch von Schuhen sank in den europäischen Ländern von 4,5 Paaren auf nur ein Paar, was zusätzlich den Bestellungsrückgang begünstigte.

Angesichts der oben genannten neuen Märkte und dem bevorstehenden Thanksgiving- und Weihnachtsgeschäft ist die Branche jedoch zuversichtlich.

Foto: Mike Towber
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