Kering: Puma trägt zum Wachstum bei

ANALYSE_ Obwohl seine größte Marke Gucci weiter schwächelte, konnte der französische Luxusgüterkonzern Kering im dritten Quartal 2014 ein solides Umsatzwachstum erzielen und damit die Erwartungen übertreffen. Dazu trugen nicht nur die kleineren Luxuslabels bei, sondern auch

die deutsche Sportlifestylemarke Puma. Dort scheinen die jüngsten Marketingmaßnahmen positiv zu wirken.

Insgesamt wuchs der Konzernumsatz von Kering im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigKering: Puma trägt zum Wachstum beit um Währungseffekte und Strukturveränderungen, lag die Steigerungsrate sogar bei 4,4 Prozent. Die Erlöse der Luxusgütersparte stiegen um 3,7 Prozent (bereinigt +3,5 Prozent) auf 1,7 Milliarden Euro. Die Gucci-Gruppe musste allerdings einen erneuten Umsatzrückgang hinnehmen. Ihre Erlöse sanken um 1,6 Prozent (bereinigt -1,9 Prozent) auf 851,0 Millionen Euro.

Wachsen konnten hingegen die übrigen Marken des Segments. Bottega Veneta legte um 10,4 Prozent (bereinigt +10,8 Prozent) auf 286,2 Millionen Euro, Yves Saint Laurent sogar um 27,6 Prozent (bereinigt +27,5 Prozent) auf 177,8 Millionen Euro, und die kleineren Labels, darunter Balenciaga, Stella McCartney, Alexander McQueen und Christopher Kane, kamen zusammen auf 361,6 Millionen Euro (+2,2 Prozent, bereinigt +1,8 Prozent). Für einige Marken hatte der Konzern in dieser Woche Führungswechsel angekündigt: Christopher Kane, Brioni und Stella McCartney werden in den bevorstehenden Wochen neue CEOs bekommen.

"Trotz komplexer ökonomischer Rahmenbedingungen hat sich unser Luxusgütergeschäft dank starker Zuwächse im eigenen Einzelhandel gut behauptet", sagte Konzernchef François-Henri Pinault, "angesichts der unsicheren Marktsituation werden wir aber wachsam bleiben."

Der Umsatz von Puma stieg im dritten Quartal um knapp drei Prozent

Einen Aufwärtstrend erlebte die Sparte Sport & Lifestyle im abgelaufenen Quartal. Ihr Umsatz wuchs um 2,9 Prozent (bereinigt +6,1 Prozent) auf 922,1 Millionen Euro. Das lag maßgeblich daran, dass die lange kriselnde Tochter Puma ihre Talfahrt stoppen und den Umsatz um 2,8 Prozent (bereinigt +6,2 Prozent) auf 847,8 Millionen Euro verbessern konnte. Dazu trugen nach Angaben des Unternehmens die im August gestartete Werbekampagne „Forever Faster“ und die gute Resonanz auf die aktuelle Herbst-/Winterkollektion bei. Im Kernmarkt Westeuropa stiegen die Erlöse (vergleichbar +6 Prozent), und auch der Umsatz mit Schuhen entwickelte sich positiv (vergleichbar +2 Prozent).

Die kleineren Marken des Segments, darunter Volcom und Electric, legten ebenfalls zu: Sie kamen zusammen auf Erlöse in Höhe von 74,3 Millionen Euro, was eine Steigerung um 4,1 Prozent (bereinigt +4,5 Prozent) bedeutete.

Foto: Gucci

 

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