Konjunkturflaute: Handel sorgt sich um Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft in Deutschland startet zwar immer früher, und der Handel versucht oftmals bereits im Spätsommer, winterliche Stimmung zu erzeugen, aber die Verbraucher scheinen das Spiel nicht mitspielen zu wollen. Zudem halten sich viele Kunden aufgrund der aktuellen

konjunkturellen Unsicherheiten bislang mit Einkäufen im großen Stil zurück, auch im Modegeschäft.

Zwar gibt ein Drittel der Bundesbürger bei einer Befragung der Agentur Deals.com an, bereits jetzt erste Weihnachtseinkäufe zu tätigenKonjunkturflaute: Handel sorgt sich um Weihnachtsgeschäft und 21 Prozent sollen damit sogar schon vor dem Oktober begonnen haben, trotzdem ist die Stimmung im Einzelhandel derzeit schlecht. Schließlich gaben die meisten Studienteilnehmer an, in diesem Jahr sparen zu wollen.

Dass alle Beschenkten an Weihnachten zufrieden sind, ist für neun von zehn Deutschen (89 Prozent) entscheidend. Diesem Anspruch gerecht zu werden, bedeutet für jeden Zweiten jedoch Stress. Zudem bereiten die Weihnachtsausgaben vielen Sorgen. Fast die Hälfte der unter 30-Jährigen befürchtet, dass die Besorgungen für die Feiertage sie in Geldnöte bringen werden. Die finanzielle Belastung geht sogar so weit, dass jeder siebte Deutsche und 27 Prozent der unter 30-Jährigen voraussichtlich den Dispokredit beanspruchen muss, um die Weihnachtseinkäufe zu stemmen.

Deutsche wollen wieder mehr sparen

Kein Wunder also, dass viele Deutsche den Gürtel enger schnallen wollen. Laut der Deals.com-Studie wollen 38 Prozent von ihnen ihre Weihnachtsausgaben im Vergleich zum Vorjahr senken, nur 16 Prozent planen, diese zu erhöhen. Bewussteres Shoppen liegt daher im Trend: Fast zwei Drittel der Deutschen wollen dieses Jahr beim Weihnachtseinkauf verstärkt auf den Preis achten und 57 Prozent planen die Nutzung von Gutscheinen und Sonderangeboten. Dies könnte sich nun durchaus zum Problem für den Einzelhandel entwickeln, vor allem im Modebereich. Hier sorgen sich die Händler, dass nach einem schwachen Sommer- und Herbstgeschäft nun die dritte Saison in Folge Umsatzeinbußen nach sich zieht.

Dabei hängt die Stimmung und Anschaffungsneigung der Verbraucher auch von den Witterungsbedingungen ab. Sollte sich das warme Wetter auch über die Wintermonate fortsetzen, dürfte die Weihnachtsstimmung der Kunden kaum ausreichen, um die vollen Wintermode-Lager der Händler leer zu kaufen. Auch der bislang boomende Markt für nachhaltige Mode dürfte unter den neuen Sparbemühungen der Deutschen leiden.

Foto: Galeria Kaufhof

 

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