Trotz eines massiven Umsatz- und Gewinnrückgangs zeigte sich der US-amerikanische Lifestylekonzern Limited Brands Inc. mit den Resultaten im zweiten Quartal zufrieden. Das mag auf den ersten Blick erstaunen: Nach Angaben des Unternehmens sank der Umsatzverglichen mit dem zweiten Quartal des Vorjahres von 2,624 Milliarden US-Dollar auf 2,284 Milliarden US-Dollar. Der Vergleichswert enthielt allerdings noch den Umsatzanteil der inzwischen veräußerten Kaufhausketten Express und Limited Stores. Auf vergleichbarer Fläche ging der Umsatz um 7 Prozent zurück.
Der operative Gewinn brach von 318,9 Millionen US-Dollar auf 185,2 Millionen US-Dollar ein, der ausgewiesene Quartalsüberschuss erreichte mit 102,0 Millionen US-Dollar nicht einmal mehr die Hälfte des Vorjahresniveaus von 264,4 Millionen US-Dollar. Was erst einmal recht desaströs aussieht, ist aber nicht zuletzt das Resultat diverser Sondereffekte: Daher präsentierte der Konzern auch um diese Faktoren bereinigte Zahlen, die einen deutlich positiveren Eindruck vermitteln: Demnach stieg der angepasste operative Gewinn von 142,3 Millionen US-Dollar auf 185,2 Millionen US-Dollar, das bereinigte Nettoergebnis von 80,6 Millionen US-Dollar auf 93,9 Millionen US-Dollar.
Diese Zahlen erklären dann auch die Zufriedenheit von Chairman und CEO Leslie Wexner, der ausdrücklich die positive Wirkung der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen würdigte. Mit den vorgelegten Zahlen habe man die eigenen Erwartungen trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen übertroffen, erklärte er. Auch Finanzexperten hatten zuvor mit schlechteren Resultaten gerechnet.
Seit dem Verkauf der Bekleidungsketten Express und Limited Stores besteht der Konzern im Wesentlichen aus den Wäscheshops der Marken Victoria’s Secret und La Senza sowie den Kosmetikfilialen von Bath & Body Works.