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Liz Claiborne trennt sich von weiteren Marken

9. Jan. 2008

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Der US-amerikanische Lifestylekonzern Liz Claiborne Inc. setzt seinen Sanierungskurs fort. Am Dienstag meldete das Unternehmen, dass es weitere Marken aus seinem Portfolio aufgeben werde. Die Trennung von wenig profitablen Geschäftsbereichen ist einer der Kernpunkte des

Restrukturierungsprogramms, das Liz Claiborne im vergangenen Sommer eingeleitet hat. In diesem Zusammenhang verkaufte der Konzern im September 2007 bereits vier Marken an den Einzelhandelskonzern Li & Fung Ltd. Nun wurde die strategische Prüfung von vier weiteren Labels abgeschlossen.

Die Ergebnisse fielen für die einzelnen Marken unterschiedlich aus: So beschloss der Konzern, das Streetwear-Label Enyce im Portfolio zu behalten. Weitere Investitionen seien geplant, um die Marke, die im großhandelsorientierten Segment „Partnered Brands“ verbleiben soll, auf Expansionskurs zu halten.

Anders erging es dem Label Sigrid Olsen, das nach Angaben des Unternehmens ganz eingestellt wird. Die zugehörigen 54 Einzelhandelsgeschäfte will Liz Claiborne bis Mitte des Jahres schließen, für etwa ein Dutzend bestehe jedoch die Möglichkeit einer weiteren Nutzung durch andere Marken des Konzerns, hieß es. Die Kosten, die im Zusammenhang mit den geplanten Schließungen anfallen könnten, wurden auf 17 bis 22 Millionen US-Dollar beziffert.

Die beiden Marken Laundry By Design und C&C California wird Liz Claiborne hingegen verkaufen: Sie gehen für voraussichtlich 37 Millionen US-Dollar an den US-amerikanischen Modekonzern Perry Ellis Ltd. Liz Claiborne wird jedoch einen Anteil am Nettoumlaufvermögen in Höhe von 5 Millionen US-Dollar behalten. Die Transaktion soll noch im ersten Quartal 2008 abgeschlossen werden.

William L. McComb, CEO des Liz-Claiborne-Konzerns, kommentierte die nun beschlossenen Maßnahmen: „Die heutigen Ankündigungen markieren einen bedeutenden Schritt auf unserem Weg, unser Markenportfolio zu optimieren und die verfügbaren Ressourcen auf wenigere, stärkere Marken zu konzentrieren.“ Man habe alle Marken gründlich untersucht, um das bestmögliche Resultat für die Anteilseigner zu erzielen. Mit den bisherigen Ergebnissen dieser Evaluierung sei das Unternehmen zufrieden, so McCombs.

Foto: Liz Claiborne

Liz CLaiborne
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