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Lululemon verklagt Calvin Klein

29. Aug. 2012

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Die kanadische Modefirma Lululemon, die sich auf hochwertige Yogabekleidung spezialisiert hat, verklagt das New Yorker Modeunternehmen Calvin Klein wegen dreifacher Patentverletzung. So soll Calvin Klein den Hosenbund der Yogahose

“Astro” (im Bild links) für sein Modell “Performance” (im Bild rechts) kopiert haben. Zudem setzt die Firma auf Verkauf zum vollen Preis; eine Astro-Hose von Lululemon kostet daher umgerechnet etwa 80 Euro (98 US-Dollar), die Performance-Hose von Calvin Klein allerdings nur zwischen 35 und 39 Euro (44-49 US-Dollar).

Die
am 13. August im Bundesstaat Delaware eingereichte Klage nun zu beweisen, wird allerdings schwierig sein. “Es ist recht schwierig, in Bezug auf Kleidung etwas zu entwerfen, das völlig neu ist, denn wie Sie wissen ist die Geschichte des Modedesigns schon mehrere Tausend Jahre alt,” sagte Alexander Poltorak, Chef des Patentunternehmens General Patent Corporation.

Adrian Pruetz von der Anwaltskanzlei Glaser, Weil, Fink, Jacobs, Howard, Avchen & Shapiro fügte hinzu: “Bekleidungsartikel sind schwer zu schützen. Es ist schwierig, sich etwas Neues einfallen zu lassen, das noch nicht Teil des Bekleidungsinventars ist.”

Lululemon wurde 1998 von Chip Wilson in Vancouver gegründet. Wilson baute auf seiner 20-jährigen Erfahrung im Surf-, Skate- und Snowboard-Geschäft auf und entwarf athletische Yoga-Bekleidung, die sich den Bedürfnissen besser anpasste als die bis dahin gängige Baumwollbekleidung. Die bunten, hochwertigen und modischen Artikel richten sich an junge Frauen und sind in Kanada und den USA sehr begehrt. Auch in Deutschland erfreuen sich die hochpreisigen Artikel immer größerer Beliebtheit, auch wenn sie bislang nur online erhältlich sind.

Foto: Lululemon/Calvin Klein
LULULEMON