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Nike lässt Adidas-Schuh verbieten

27. Sept. 2012

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Nike, der größte Sportartikelhersteller der Welt, hat in einem Rechtsstreit vorest gegen seinen Konkurrenten Adidas eine einstweilige Verfügung durchgesetzt. Es geht um den von Adidas Ende Juli auf den Markt gebrachten Laufschuh “Adizero Primeknit”,

der laut Nike das Patent seines im Februar herausgebrachten “Flyknit”-Schuhs verletzt. Beide Modelle bestehen aus Fasern, die miteinander verschmolzen wurden.

“Wir
haben eine starke Innovationskultur und Vorreiterrolle in Schuhdesign und -entwicklung,” sagte ein Sprecher von Nike. “Unsere Patente sind das Fundament unserer Führung und wir schützen sie vehement.”

Bis jetzt liegt noch kein Kommentar von Adidas vor, da die Firma die Entscheidung des Gerichts erst prüfen will. Designchef für Sport Performance James Carnes hatte aber zu Beginn des Rechtsstreits gesagt, dass es für Adidas “unmöglich” gewesen wäre, Nikes Design innerhalb weniger Monate zu kopieren und dass Adidas tatsächlich seit vier Jahren an dem Schuh gearbeitet hat.

“Es kommt immer wieder vor, dass gute Ideen zur gleichen Zeit zum Vorschein kommen, da wir in einer zunehmend vernetzten Welt unter ökologischem, ökonomischem und gesellschaftlichem Druck leben. Wenn man als Unternehmen darauf Acht gibt und die Nase vorn haben will, sucht man immer nach der nächsten großen durchschlagenden Erfindung, die diese Bedürfnisse deckt. Wir haben vier Jahre gebraucht, um an diesen Punkt zu gelangen und werden auch weiterhin bahnbrechende Prozesse wie diesen vorantreiben,” äußerte Carnes sich weiter.

Nike will jetzt per Gerichtsurteil ein dauerhaftes Verbot von Adidas’
“Adizero Primeknit” erwirken.

Foto: Adidas/Nike
ADIDAS
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Rechtsstreit