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Pitti Bimbo: Ausländische Märkte kurbeln die Nachfrage an

24. Jan. 2012

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Veranstaltungen in der Stadt, Modeschauen, Vorführungen: Die Pitti Bimbo war eine würdige Fortführung der Messe für Männermode, die vor ein paar Wochen in Florenz über die Bühne ging. Vorherrschend vertreten war das Ausland.



Gute
Performance seitens der Käufer aus Russland (+ 14,5 %), Japan (+80 %), Brasilien (+18 %), den Vereinigten Staaten (+17 %), Südkorea (+15 %), der Türkei (+15 %) und der Ukraine (+18 %). Auch bei den Käufern aus Hongkong, Dänemark, Polen, Israel, Kasachstan und Kuwait waren steigende Zahlen zu vermelden, während die aus Spanien, Griechenland und Portugal rückläufig waren. Sinkende Zahlen auch bei den Italienern.

Die Fakten
Nach vorläufigen Schätzungen der Sistema Moda Italia müsste das Jahr 2011 für die Juniormode (Kleidung aus Strick und Stoff sowie Unterwäsche und Accessoires für Kinder von 0 bis 14 Jahren) einen Wechsel markieren. Vor allem dank der Ergebnisse im Export (der auf das Jahr gerechnet voraussichtlich einen Anstieg von 11,7 % verzeichnen kann) erwartet man nach einer dreijährigen Phase unter Niveau wieder einen positiven Trend im Branchenumsatz. Tatsächlich könnte mit einem Plus von 4,1 % der Gesamtumsatz 2,6 Milliarden Euro übersteigen. Die Branche konnte nur teilweise von dem weltweiten Wirtschaftsaufschwung des Jahres 2011 profitieren und wurde sogar ein weiteres Mal durch die schwache heimische Nachfrage in ihrem Wachstumsrhythmus gedrosselt. 2011 war überdies der Rückgang des Produktionswertes, der ersten Schätzungen zufolge mit einem weiteren Minus von 5,1 % zu Buche schlug, nicht aufzuhalten.

Pitti Bimbo
Bei der Messe wurden 510 Kollektionen vorgestellt, darunter etwa 200 aus dem Ausland. Insgesamt dürften es wohl rund achttausend Käufer gewesen sein, unter ihnen mehr als 2700 aus dem Ausland, und alles in allem mehr als zehntausend Besucher.

„An den Ständen war Energie zu spüren“, bestätigte Raffaello Napoleone, der Geschäftsführer der Pitti Immagine, „die Aussteller sind äußerst zufrieden, die Qualität lag auf hohem Niveau und trotz des vorhersehbaren Einbruchs bei den Italienern – die Situation im Land ist bekanntermaßen nicht gerade einfach, die Verbraucher halten sich sehr zurück und die Händler haben enorme Schwierigkeiten – waren die namhaften Geschäfte, Boutiquen und Warenhäuser alle vertreten.“

Dieser Termin ist ein Muss, um sich ein vollständiges Bild der Entwicklungen des Sektors zu machen. Hier findet sich gleichermaßen trendig-aktuelle wie klassische Mode. „Die Auswahl an Kaschmirkleidung, Schuhen und Outfit im amerikanischen Stil war optimal“, betont Joanne Dempsey, Verantwortliche für den Einkauf von Kinderbekleidung bei Liberty London. „Im Vergleich zu anderen Messen habe ich reihenweise neue Marken entdeckt, besonders bei Mädchenkleidung: Das bedeutet ja, dass seitens der Messeleitung eine ständige Recherche und Auswahl erfolgt“ ergänzt Yutaka Mizutani, Verantwortliche für den Einkauf von Kinderbekleidung bei Isetan Shinjuku Store in Japan.

Ein wenig Glamour verliehen dieser Kindermodewoche die Modeschauen und Veranstaltungen der Marken Twin Set Simona Barbiere, Miss Blumarine, Elsy und Miss Grant. Versace kam mit seiner Kollektion Young Versace nach Florenz, die Kindern von 0 bis 12 Jahren gewidmet ist. Die Kollektion Herbst/Winter 2012/2013 wurde mit Cocktails in der Palazza Corsini vorgestellt.

Von der Straße zum Internet
Nach dem Online-Gang der Messe im Juni wird die Plattform mit den nächsten Januar-Online-Messen einen neuen Service für alle Aussteller der Pitti Uomo, der Pitti W und der Pitti Bimbo einführen – den Temporary Showroom. Dieser Promotionservice stellt den Ausstellern vorübergehend einen Online-Showroom zur Verfügung, über den sie Bestellungen der bei der Pitti eingetragenen Einkäufer entgegennehmen können.

Von unserem Korrespondenten aus Mailand
Pitti
PITTI BIMBO