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Pitti Bimbo: Kindermode Aufschwung bei den Bestellungen

25. Jan. 2011

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448 Firmen haben an der Kindermoden-Fachmesse Pitti Bimbo teilgenommen, die vom 20. bis 22. Januar in Florenz stattfand. An die 530 Kollektionen und 188 Labels wurden vorgestellt, die Auslandsbeteiligung betrug dabei 36%. Diese Zahlen

belegen das Potential dieses Marktsegments. Zur Veranschaulichung: am 1. Januar 2010 deckte der italienische Bekleidungsmarkt für Kinder vom Säuglingsalter bis 14 Jahre 8,478 Millionen Personen in dieser Altersgruppe ab. Außerdem sollten laut einer Konjunkturerhebung, die vom italienischen Verband der Textil- und Modeindustrie (SMI) stichprobenhaft bei Unternehmen im oberen Preissegment durchgeführt wurde, die in- und ausländischen Bestellungen für die Frühjahr-/Sommersaison um durchschnittlich 9,5% gegenüber der Datenerhebung für Frühjahr/Sommer 2010 steigen. Eine Tendenz, die auch durch die Daten bestätigt wird, die anlässlich der internationalen Fachmesse für Kindermode und Kinderbedarf, Kleine Fabriek, in Amsterdam veröffentlicht wurden. Bei dieser Fachmesse, die vor allem auf dem niederländischen und belgischen Markt ein Begriff ist, präsentierten sich 280 Kindermodelabeln und 40 Schuhmarken.

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ichtet man den Blick wieder auf Italien, so wird das Jahr 2010 laut Vorausberechnungen von SMI für die Kindermode, ein Marktsegment, das Strick- und Textilbekleidung, einschließlich Unterwäsche und Accessoires, für Kinder vom Säuglingsalter bis 14 Jahre umfasst, ein "Übergangsjahr" darstellen: der Umsatz wird gegenüber 2009 stabil sein, die Verkaufszahlen werden auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

Zu den Modelabels, vor allem im oberen Preissegment, die sich in den letzten Monaten dazu entschlossen haben, eine neue Kollektion für die Kleinsten zu entfernen, zählt Gucci (ein Unternehmen des französischen Luxusgüterkonzerns Ppr). Das Modehaus hat erst vor wenigen Tagen in Florenz die erste Monomarke, die sich der Kindermode widmet, mit der neuen Kollektion, die von Frida Giannini entworfen und teilweise von Altana spa, einem Unternehmen aus Venetien, das auch die Kinderkollektionen von Moncler, Pinko und Moschno, Dimensione Danza, Jacob Coh‘n und die Eigenmarke Amore produziert, hergestellt wurde, aus der Taufe gehoben. Zu den anderen Marken, die vor kurzem erstmals in diesem Segment in Erscheinung getreten sind, zählen auch das Modehaus Fendi (das sich zu einem Großteil im Besitz des französischen Luxuskonzerns LVMH befindet) und Ermanno Scervino. In die Liste der Kinderbekleidungsmarken reihen sich auch Ice Iceberg, der seine neuen Stücke bei einer Modeschau im Rahmen eines Konzerts auf der Festung da Basso präsentiert hat, Miss Blumarine, Daniele Alessandrini, Harley Davidson, La Perla, Nolita Pocket und Roberto Cavalli, der Simonetta die Lizenz erteilt hat, ein Unternehmen, das auch für Fay Junior Kleidungsstücke produziert.

Blicken wir nun über unsere Landesgrenzen hinaus, zählen Brooks Brothers, der im Oktober letzten Jahres die Kiddy-Linie Fleece auf den Markt gebracht hat, das englische Modegeschäft Hackett London und Custo Growing zu den Neueinsteigern der Branche. Das spanische Label Custo Growing hat gerade die erste Monomarke weltweit in Barcelona aus der Taufe gehoben. Die Herbst/Winter Kollektion 2011-212 wurde bei der Pitti Bimbo präsentiert, eine Fachmesse, die als wichtiges internationales Schaufenster für die Mode der Kleinsten gilt. Noch ist es etwas verfrüht eine Bilanz für die Mailänder Modemesse White Kids zu ziehen, deren (dritte) Ausgabe, die im Januar vorgesehen war, wegen der Krise des Sektors sogar abgesagt wurde. Der Krise ausgewichen sind hingegen die Veranstalter der Modemesse in Florenz, dank des Zuspruchs von italienischen Einkäufern, wie Pupi Solari, Gio Moretti, La Rinascente, ebenso wie von englischen, wie Harrods und Selfridges, französischen, wie Le Bon Marché, Galeries Lafayette, deutschen ,wie August Pfueller und Barbara Freres, amerikanischen, wie Barney's, Begdorf Goodman, Saks und Neiman Marcus und spanischen Interessenten, wie El Corte Inglés.

Wie aus der Liste der Einkäufer zu ersehen ist, sind in diesem Segment viele Handelsketten vertreten. Laut dem Verband für Textil- und Modeindustrie SMI fungiert seit mehreren Saisonen als vorrangiger Vermittler nicht mehr der Einzelhandel (dessen Anteil übrigens auf 26% gesunken ist), sondern die Ketten, die 41% des Verbrauchermarkts innehaben. Die Ergebnisse der vergangenen Wintersaison zeigen, dass die Ketten weiter zugelegt haben (+2%).

Von unserem Korrespondenten in Mailand

Foto: Miss Blumarine H/W 2011/12

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