Primark: „Kleidungs-Etiketten sind Falschmeldungen“

Primark wehrt sich. Nachdem das Unternehmen diese Woche weltweit erneut Negtivschlagzeilen einstecken musste, äußert sich der Bekleidungshersteller nun zum aktuellen Fall aus Swansea. Der Zufall, dass zwei Kleidungsstücke im gleichen Geschäft gekauft wurden, aber in

unterschiedlichen Fabriken herstellt wurden und beide einen eingenähten Hilferuf enthalten, scheint dem Bekleidungskonzern recht unwahrscheinlich.

Heute äußerte sich Primark über die neusten Anschuldigungen von menschenunwürdigen ArbeitsverhältnissenPrimark: „Kleidungs-Etiketten sind Falschmeldungen“ in seinen Fabriken. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es: „Niemand soll auch nur die geringsten Zweifel daran haben, dass Primark die Wichtigkeit des Wohlfindens unserer Arbeiter in der Herstellungskette ernst nimmt. Primark würde keine Kleidung verkaufen, wenn sie nicht korrekt hergestellt werden würde. Aus diesem Grund nehmen wir alle Vorwürfe von Verstößen gegen unseren Kodex sehr ernst. In der Tat machen wir es unseren Mitarbeiter leicht, vertraulichen Kontakt auf unterschiedliche Art und Weise mit uns aufzunehmen, wenn es Anlass zu Beschwerden gibt.“

Die Teile wurden in verschiedenen Kontinenten genäht

Weiter heißt es: „Unsere Untersuchungen an den zwei Kleidungsstücken aus Swansea, die separat voneinander 2013 in der gleichen Filiale gekauft wurden, haben ergeben, dass die Etiketten daran mit höchster Wahrscheinlichkeit Fälschungen sind. Die Etiketten sind zweifellos von der gleichen Quelle. Es ist nahezu unmöglich, sich den Zufall vorzustellen, dass zwei solch ähnliche Etiketten in der Fabrik, in der die Kleidungsstücke hergestellt wurden, eingenäht wurden. Angesichts der Tatsache, dass sie von unterschiedlichen Anbietern, in unterschiedlichen Fabriken und in unterschiedlichen Kontinenten genäht wurden. Das eine Teil wurde in Rumänien genäht, das andere in Indien – Tausende Meilen voneinander entfernt. Doch beide Kleidungsstücke tragen das gefälschte Label und wurden im gleichen Store gekauft.“

Primark untersucht die drei Fälle weiter

„Primark wird weitere Untersuchungen an folgenden Teilen vornehmen: an dem Kleid, das 2013 in Swansea gekauft wurde, dem Top, das ebenfalls 2013 in Swansea gekauft wurde und der Hose, die 2009 in Belfast gekauft wurde.“

In der Hose, die den ersten Hilferuf enthielt und von einer Kundin in Belfast in Nordirland gekauft wurde, machte der Schreiber in einer Notiz geltend, dass er und seine Kollegen “wie Ochsen“ arbeiten müssen. Das Essen, das ihnen zur Verfügung gestellt werde, wäre für Tiere ungenießbar. Darüber stehen in lateinischer Schrift die Worte “SOS! SOS! SOS!“

Vor kurzem war im walisischen Swansea ein eingenähter Zettel in einem Kleid aufgetaucht, der die Aufschrift trug: “...forced to work exhausting hours“ (etwa: ...zur Arbeit bis zur Erschöpfung gezwungen...).

Eine weitere Primark-Kundin hatte in ihrem Top einen Zettel mit der Aufschrift “degrading sweatshop conditions“ (“erniedrigende Bedingungen in eine Knochenmühle“) in ihrem Kleid vorgefunden.

 

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