Die Berliner Underground-Modemesse Spirit of Fashion hat den Termin für ihre kommende Ausgabe bestätigt. Wie die Organisatoren von der in Hamburg ansässigen Agentur Oberem Wals GbR mitteilten, soll die zehnte Spirit of Fashion vom 11. bis 13. Januar in

Berlin stattfinden, erstmals losgelöst von der Fashion Week. „Eine Bindung an die Berlin Fashion Week ist nach dem endgültigen Aus der
Bread & Butter in Berlin nicht mehr von großer Bedeutung, denn für die
Besucher der Spirit of Fashion sind die Segmente der verblieben Messen nicht
sehr relevant" so die Veranstalter.
 
Außerdem habe man mit der Vorverlegung dem Wunsch vieler Aussteller entsprochen, für die die bisherige Terminierung ungünstig gewesen sei. Nun bleibe den beteiligten Labels mehr Zeit zwischen der Spirit of Fashion und anderen Underground- und
Streetwear-Messen im Ausland.
 
Am Standort Berlin und der der Arena als Standort der Messe werde hingegen weiter festgehalten. „Nirgendwo in Deutschland ist der Underground- und
Streetwear-Lifestyle greifbarer als in der Spreemetropole, deshalb fühlt
sich die Spirit of Fashion dort nach wie vor zu Hause" so die Verantwortlichen der Oberem Wals GbR.
 
Trotzdem wollen die Veranstalter künftig pro Jahr nur noch eine Ausgabe der Spirit of Fashion durchführen, die Sommer-Schau wird nicht mehr stattfinden. Der Juli-Termin liege zu dicht an anderen Messen desselben Segments, was vor allem kleinere Aussteller vor kaum lösbare, logistische Probleme stelle. Außerdem hätten eigene Statistiken auch ergeben, dass grob 30 Prozent der Besucher nur eine Messe im Jahr besuchen könnten. Man konzentriere sich daher künftig ganz auf die Spirit of Fashion im Winter und wolle diese dafür weiter ausbauen. Allein für den kommenden Januar erwarten die Veranstalter nun einen Besucherzuwachs in Höhe von 30 Prozent und ein konzentriertes Neukundengeschäft.
 
Das Motto „Berlin rockt die Welt" soll sich also nicht nur im Ausstellerportfolio und dem Showprogramm niederschlagen sondern auch die Auftragsbücher der beteiligten Firmen füllen. Ob die erwarteten, knapp 2.000 Einkäufer tatsächlich auch außerhalb der Fashion Week den Weg in die Berliner Arena finden, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist das aber auch genau der richtige Schritt, um die gesamte Aufmerksamkeit der Szene auf die Underground-Sparte zu konzentrieren.
 

 

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