Tote Hose: Schiesser ist insolvent
Wird geladen...
Trotz Sparmaßnahmen und struktureller Veränderungen konnte Schiesser die finanziellen Verluste, die in den vergangenen Jahren mit branchenfremden Geschäften eingefahren wurden, nicht mehr aus den Einnahmen des Tagesgeschäfts decken. Die Folge: Trotz positiver Umsatzentwicklung versank das Unternehmen immer tiefer in den Schulden. Die Geschäftsfelder, auf denen die enormen Verluste eingefahren wurden, habe man mittlerweile zwar längst aufgegeben, so die Firmenleitung, die Folgen bleiben jedoch.
Aufgeben will die bereits seit 1875 bestehende Firma jedoch noch lange nicht. Vielmehr erwarten sich Management und Belegschaft von dem nun laufenden Insolvenzverfahren eine grundlegende Gesundung des Unternehmens, das immerhin weltweit rund 2.300 Mitarbeiter beschäftigt. Die aktuelle Geschäftsentwicklung mit einem Umsatzplus von 20 Prozent im Januar gibt jedenfalls Anlass zum Optimismus, dass Schiesser doch noch gerettet werden kann.
Der Insolvenzverwalter ist nun angehalten, einen potenten Investor für die Wäschemarke zu finden und das Unternehmen so von seinen Altlasten zu befreien. So oder so: von den rund 600 am Heimatstandort beschäftigten Mitarbeiter werden sicherlich einige ihren Job verlieren. Ein tragfähiges Sanierungskonzept kann der Firma zwar das Überleben sichern, mehr Arbeitsplätze in der Region werden dadurch jedoch nicht entstehen. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens der Kern des Unternehmens und damit die Marke bestehen bleibt.
Foto: Schiesser