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Uniqlo will 100 Geschäfte in Indien eröffnen

8. Sept. 2014

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Nachdem Uniqlo sein Interesse an Indien als Beschaffungsland im Juli bestätigte, plant der japanische Bekleidungsriese jetzt, eine Kette von rund 100 Uniqlo-Geschäften in Indien zu eröffnen. Die geplante Investition soll sogar die 1,34 Milliarden Euro übertreffen, zu denen sich der schwedische

Möbelhändler Ikea verpflichtet hatte, um bis 2020 25 Geschäfte in Indien zu eröffnen. Damit wäre Uniqlos geplante Investition die bis jetzt größte individuelle Quelle von Auslandsdirektinvestitionen für Indien.

Noch vor einem Jahr schien Uniqlo seine Indienpläne auf Eis gelegt zu

haben, nahm sie aber während Tadashi Yanais Indienbesuch im Juni dieses Jahres wieder auf. Yanai ist Vorstandsvorsitzender von Uniqlo und Präsident des Mutterunternehmens Fast Retailing. Er traf sich mit Premierminister Narendra Modi kurz nach dessen Wahlerfolg im Mai. Als Teil seiner “Look East”-Politik hat Modi versprochen, japanischen Unternehmen bei ihren Investitionen in Indien zu helfen. Er stellte “die Verfügbarkeit von Baumwolle, ausgebildete Arbeitskräfte, eine robuste Infrastruktur , einen großen Inlandsmarkts und gute Exporthäfen” als die Vorteile Indiens als Bekleidungs- und Beschaffungszentrum heraus.

Uniqlos Indienplan umfasst Beschaffung und eine Kette von 100 Geschäften

Während Modis Japanbesuch letzte Woche trafen sich Spitzenkräfte von Fast Retailing mit ranghohen indischen Regierungsbeamten. “Es gab Diskussionen zu Uniqlos Investitionsplänen in Indien. Es wird erwartet, dass Uniqlo eine Kette von rund 100 Geschäften in ganz Indien eröffnet”, bestätigte eine Quelle der Regierung gegenüber Hindustan Times. In der Vergangenheit hatte Yanai sein Bestreben ausgedrückt, den spanischen Rivalen Inditex, Eigentümer der Fast Fashion-Kette Zara, zu überholen und der größte Bekleidungshändler der Welt zu werden.

Internationale Marken und Einzelhändler wie Zara, Gap, Marks & Spencer und Ralph Lauren lassen bereits einen erheblichen Anteil ihrer Produktion in Indien herstellen, dessen Einnahmn durch Textilien und Bekleidung in diesem Jahr auf 69,5 Milliarden Euros ansteigen sollen.

Fotos: Uniqlo-Logos, Uniqlo in Taipei (Cecilio Hsieh)
UNIQLO