(werbung)
(werbung)
Wien feiert Fashion Week-Premiere

Nachdem mittlerweile fast jede europäische Großstadt eine eigene Modewoche veranstaltet und mit mal mehr mal weniger Erfolg auf dem internationalen Fashion-Kalender gelistet wird, will sich nun auch die Hauptstadt unserer österreichischen

Nachbarn einen Namen als ernst zu nehmende Modestadt machen.

Folglich wird auch hier künftig eine Fashion Week abgehalten, angesiedelt in der namhaften Kulturstätte MuseumsQuartier (MQ). Vom 24. bis 27. September feiert die MQ Vienna Fashion Week hier Premiere, und die Stadt präsentiert sich bereits voller Vorfreude. Im Gegensatz zu den bisherigen Modeevents, die sich fast ausschließlich an modebewusste Endverbraucher oder die Wiener Designelite richteten, bezieht die neue Veranstaltung ganz bewusst auch die Vertreter der Wirtschaft in das Projekt mit ein.

Initiativen, junge Designer zu fördern, gebe es schon längere Zeit, eine Modemesse mit internationalem Charakter habe der Stadt jedoch bislang gefehlt, so die Organisatoren von der Agentur „creative headz“. Sie arbeiten eigenen Angaben zufolge bereits seit mehr als einem Jahr an der Realisierung dieses Projekts und zeigen sich nun wenige Tage vor der Premiere sichtlich stolz, ohne jedoch gleich dem Größenwahn zu verfallen. PParis, Mailand und London sind klar unsere Vorbilder, aber mit ihnen messen wollen wir uns zum jetzigen Zeitpunkt bewusst noch nicht", so die Macher.

Wien feiert Fashion Week-PremiereTrotzdem könne sich das Format der Modewoche bereits zum Debut sehen lassen. Präsentieren wollen die Organisatoren vor allem heimische Marken und Designer, denn dass österreichische Mode dem internationalen Vergleich durchaus standhalten könne, zeige das Line-Up der Teilnehmer. So soll es Prêt-À-Porter-Mode von den beiden Wiener Designern Michel Mayer und Superated, sowie der Kärntnerin Gina Drewes zu sehen geben, ergänzt durch internationale Modemacher wie dem Mailänder Tom Rebl (Mailand) oder dem bereits in Berlin gefeierte Marcel Ostertag aus München. In einem eigenen Urban-Bereich präsentieren außerdem Streetwear-Designer wie Julia Cranz, Sheela oder Art Point aus Moskau ihre neuesten Entwürfe.

Neben den Défilés der Modemacher wartet die MQ Vienna Fashion Week zu ihrer Premiere außerdem mit diversen Messeständen auf, wo „nach Lust und Laune Designermode bewundert, anprobiert und auch gekauft“ werden könne. „Glamourverwöhnten Fashionistas“ soll darüber hinaus ein allabendliches Partyprogramm in den Hofstallungen des MusumsQuartiers geboten werden.

Ob sich die Veranstaltung tatsächlich durchsetzen und die internationalen Einkäufer von einem Besuch überzeugen wird, bleibt vorerst abzuwarten. Sieht man sich den Terminkalender der weltweiten Modeszene jedoch an, findet sich hier kaum noch eine Lücke, die es auf sinnvolle Art und Weise zu schließen gäbe. Trotzdem kann die neue MQ Vienna Fashion Week sicherlich mit einem ganz eigenen Charme punkten und sich zumindest einen Nischenplatz sichern. Die nötige Power, um mit den großen, internationalen Modestandorten mithalten zu können, wird die Veranstaltung jedoch erst einmal nicht haben. Und das ist vielleicht im Moment angesichts der allgemein angespannten Lage auch ganz gut so.

Foto: MQ Vienna Fashion Week