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Woolworth zurück in der Erfolgsspur

3. Juli 2012

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Die Kaufhauskette Woolworth ist wieder auf dem Weg der Erholung und scheint das zunächst drohende Aus abgewendet zu haben. Erst vor rund drei Jahren musste das Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden und etliche Filialen

schließen, die damals noch teilweise von der Drogeriekette Schlecker übernommen wurden.

Mittlerweile

ist Schlecker Geschichte und Woolworth denkt wieder an Expansion. Wie das Unternehmen berichtet, soll die Anzahl der hauseigenen Filialen mittelfristig mehr als verdoppelt werden. Es gebe das Potential, die derzeit 200 Standorte auf 500 zu erhöhen, so der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Schindel. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte er: „Wir wollen dann möglichst in jeder Kleinstadt vertreten sein".

Damit scheint das Unternehmen, das sich bereits 1998 von der US-amerikanischen Konzernmutter gelöst hatte und nach einem beispiellosen Abstig 2010 Insolvenzantrag stellte, eine neue Erfolgsgeschichte einzuleiten. Mit den im Juli 2010 eingestiegenen, neuen Eigentümern, dem Kik-Gründer Stefan Heinig und der Unternehmerfamilie Tengelmann, ging es dann langsam wieder bergauf. Woolworth startete damals mit 163 verbliebenen Filialen in die Zukunft und expandiert seitdem wieder, wenn auch nur moderat.

Immerhin hat Woolwort seitdem nach Angaben Schindels bereits 52 Standorte neu eröffnet und seine Mitarbeiterzahl von 4.300 auf 5.000 erhöht. Zugleich kündigte der Manager an, die Zahl der Kaufhäuser noch binnen Jahresfrist um weitere zehn erweitern zu wollen. „Wir sind auf einem guten Weg", so Schindel. „Wir wachsen aus eigener Kraft, aber Qualität ist wichtiger als Geschwindigkeit."

So will Woolworth künftig vor allem wieder mit seinem Sortiment überzeugen. Bereits zu Beginn der Restrukturierung stellte das neue Management das hauseigene Produktportfolio auf den Prüfstand und reduzierte den Warenbestand von 20.000 auf rund 6.000 Artikel. Neben vielen Eigenmarken punktet die Warenhauskette dabei auch mit bekannten Namen wie Ravensburger, Lego, Playmobil oder Ferrero.

Ein Konzept, das aufzugehen scheint. So macht Woolworth heute laut FAZ-Informationen bereits wieder rund 400 Millionen Euro Umsatz und schreibt schwarze Zahlen. Ein Trend, der nun verstärkt werden und dem „billigsten Kaufhaus seit 1879“ wieder Markführungs-Appeal verleihen soll.

Foto: Woolworth

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