Yoox: Heimatmarkt bleibt Wachstumsmotor

Der italienische Markt ist für viele Modehändler ein Problem: Zwar hat sich die Verbraucherstimmung in den vergangenen Wochen etwas aufgehellt, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise belasten die Geldbörsen der Kunden aber seit Jahren und drücken damit naturgemäß die

Kauflaune.

Umso erstaunlicher ist, dass der italienische Online-Versender Yoox gerade auf dem schwierigen Heimatmarkt konstant satte Umsatzzuwächse verbuchen kann. Zu verdanken hat das Unternehmen seinen Erfolg neben gezielten Marketingmaßnahmen nicht zuletzt der konsequenten Ausrichtung auf mobile Endgeräte, also Smartphones und Yoox: Heimatmarkt bleibt WachstumsmotorTablets – einen Kommunikationsweg, der aktuell besonders hohe Wachstumsraten verspricht.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz von Yoox in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,7 Prozent auf 366,3 Millionen Euro, bereinigt um Wechselkursveränderungen legte er um 17,9 Prozent zu. Von allen etablierten Märkten entwickelte sich Italien am dynamischsten: Dort stiegen die Erlöse um 23,8 Prozent auf 58,8 Millionen Euro. Im dritten Quartal konnte Yoox sein Wachstumstempo sogar noch einmal erhöhen (+25,5 Prozent).

Das Unternehmen begründete die starken Zahlen mit einer erfolgreichen TV-Kampagne, dem „Vertrauen, das die Kunden der Marke Yoox entgegenbringen“ und dem steigenden Anteil an Bestellungen über Smartphones und Tablets. Deren Anteil sei in Italien um 19 Prozent höher als im Rest der Welt. Mit den aktuellen Zahlen habe Yoox seine führende Position in der Heimat gefestigt, einem Markt, der angesichts der hohen Zahl an Luxusgüterproduzenten und -käufern „für die Gruppe von extrem großer strategischer Bedeutung“ sei.

Im restlichen Europa wuchs der Umsatz um 14,3 Prozent (währungsbereinigt +17,3 Prozent) auf 174,5 Millionen Euro, in Nordamerika um 7,2 Prozent (währungsbereinigt +10,2 Prozent) auf 78,2 Millionen Euro und in Japan um 8,9 Prozent (währungsbereinigt +19,2 Prozent) auf 28,0 Millionen Euro. Nur im Rest der Welt konnte Yoox noch stärker wachsen als in der Heimat: Dort stiegen die Erlöse sogar um 28,3 Prozent (währungsbereinigt +31,5 Prozent) auf 19,8 Millionen Euro, was daran lag, dass der Konzern im Frühjahr sein Angebot und die Infrastruktur in China massiv ausgebaut hatte.

In den ersten neun Monaten konnte Yoox seinen Gewinn um knapp dreißig Prozent steigern

Weltweit entwickelten sich die Multimarkenshops des Konzerns, zu denen yoox.com, thecorner.com und shoescribe.com zählen, besonders gut: Ihr gemeinsamer Umsatz wuchs um 17,7 Prozent (währungsbereinigt +21,5 Prozent) auf 270,7 Millionen Euro. Die Monobrand-Stores, die Yoox für namhafte Luxusmarken betreibt, kamen zusammen auf 95,6 Millionen Euro, was eine Steigerung um 7,1 Prozent (währungsbereinigt +8,6 Prozent) bedeutete.

Das Ergebnis wuchs in den ersten neun Monaten noch stärker als der Umsatz – auch weil die Kosten für den Incentive Plan des Unternehmens geringer ausfielen als im Vorjahr. So stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 26,3 Prozent auf 27,1 Millionen Euro, der Nettogewinn wurde um 29,6 Prozent auf 4,6 Millionen Euro verbessert.

Angesichts des bewährten Geschäftsmodells und gezielter Investitionen in Handels-, Marketing- und Technologieinitiativen vor dem „besonders wichtigen“ Weihnachtsgeschäft rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses. Dazu soll auch die neue App für Smartphones beitragen, die seit Ende Oktober in elf Sprachen verfügbar ist. Erstmals gibt es nun auch eine spezielle Variante für China, mit der das „enorme Potential“ des Marktes voll ausgeschöpft werden soll. Schließlich gebe es in China mittlerweile mehr Smartphone-Nutzer als in den USA, erklärte das Unternehmen. Und die bescheren Yoox ja bereits in Italien kräftige Zuwächse.

Foto: Yoox
 

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