032c reduziert Zahl der weltweiten Retail-Partner:innen „radikal“
Das Berliner Magazin und Modelabel 032c wird die Zahl seiner weltweiten Retail-Partner:innen „radikal“ reduzieren – von rund 100 auf 30. Dabei sollen große Plattformen und volumengetriebene Vertriebskanäle „bewusst hinter sich gelassen“ werden.
Seit jeher versteht sich 032c als Plattform für „radikale Ideen, kreative Freiheit und kritische Positionen jenseits des Establishments“, so das Label in einem Instagram-Post. Die derzeitige Modebranche wird zunehmend von wenigen Akteur:innen dominiert und für viele junge Designer:innen ist die Übernahme durch ein großes High-Fashion-Haus ein unausgesprochenes Karriereziel. 032c entschied sich für den entgegengesetzten Weg und wählte Souveränität statt Eingliederung.
Gegen etablierte Machtstrukturen
Das Label sieht die Reduzierung „nicht als Rückzug, sondern als Ausdruck von Haltung“ und stellt sich mit dem Schritt bewusst gegen die etablierten Machtstrukturen der internationalen Modeindustrie.
Es verweist auf den aktuellen Zustand des Wholesale-Systems, in dem Modelabels im Voraus immense Summen investieren müssen, um Ware für internationale Partner:innen zu produzieren, ohne Garantie auf Abverkauf.
In Bezug auf kleinere, unabhängige Modemarken betont 032c, dass diese strukturell benachteiligt seien und vollständig das Risiko trügen.
032c wird daher zukünftig auf ausgewählte Partnerschaften und direkte Beziehungen setzen, um die Kontrolle über die eigene Produktion, Distribution und seine Zukunft zu behalten.
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