Adidas bekennt sich zu Golfgeschäft und Russland

Der Sportartikelkonzern Adidas will weiterhin seiner schwächelnden Golftochter TaylorMade die Treue halten. "Man gibt ein Geschäft nicht leichtfertig auf, nur weil es mal ein, zwei Jahre nicht so gut läuft", sagte Adidas-Chef Herbert Hainer vor Journalisten in München. Adidas ist mit TaylorMade die Nummer eins im Golf, im vergangenen Jahr ging aber der Umsatz der Tochter im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 913 Millionen Euro zurück. In den Jahren zuvor habe der Konzern aber lange von der Golftochter profitiert, sagte Hainer.

In Kürze beginnt in den wichtigsten Golf-Märkten Nordamerika und England wieder die Golfsaison. Die nächsten Monate würden daher entscheidend sein, sagte Hainer. Er sei aber optimistisch, dass sich die Situation verbessere. Der Konzern werde aber auch intensiv beobachten, in wieweit Golf ein Wachstumsmarkt bleibt. Der Golfmarkt war zuletzt stark eingebrochen, da immer weniger Menschen Golf spielen. Hauptgrund dafür ist laut Hainer der hohe Zeitaufwand. Der Manager plädierte daher dafür, die Spielzeiten durch 9-Loch-Turniere zu verkürzen.

Federn lassen musste Adidas auch in Russland. Durch den Verfall der russischen Währung blieb 2014 von den in Russland erzielten Umsätzen und Gewinnen nichts übrig. Zwar habe sich die russische Währung inzwischen wieder stabilisiert, aber an der Situation vor Ort habe sich noch nichts geändert, sagte Hainer. Ich denke nicht, dass wir in diesem Jahr in Euro in Russland wachsen werden. Langfristig sei Russland aber nach wie vor ein attraktiver Markt.

Die Adidas-Aktie hat aus Sicht Hainers weiteres Potenzial nach oben. 2014 war sie mit einem Wertverlust von 38 Prozent schlechtester Dax-Wert, hat sich in diesem Jahr aber wieder erholt. Alles weitere hänge von der Unternehmensentwicklung ab. Sollte Adidas seine Pläne umsetzen können, dann dürfte die Aktie pro Jahr um 15 Prozent steigen, sagte der scheidende Vorstandschef. Hainers Vertrag läuft im März 2017 aus, ein Nachfolger wird bereits gesucht. Ob er im Anschluss einen Wechsel in den Aufsichtsrat anstrebt, wollte Hainer nicht sagen. Dies stehe für ihn noch nicht fest, sagte er. (DPA)

 

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