Adidas dürfte Konkurrenz im 3. Quartal erneut davon laufen

Beim Sportartikelhersteller Adidas stehen die Ampeln weiter auf grün. Im dritten Quartal dürfte der Sportartikelhersteller die Konkurrenten Nike und Under Armour weiter abgehängt haben, schätzen Experten.

Dennoch sollte die weltweite Nummer zwei der Branche im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen nicht mehr ganz so stark gewachsen sein. Analysten erwarten daher auch "nur" eine Bestätigung der Gesamtjahresprognose. Diese hatte Adidas zuletzt im Sommer angehoben.

Über das dritte Quartal wird Adidas an diesem Donnerstag (9. November) berichten. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Dienstag befragten Experten rechnen mit einem Umsatzplus von 8,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt dürfte der Zuwachs bei etwa 14 Prozent liegen, schätzt die Investmentbank Barclays. Dies wäre weniger als in den beiden vorangegangenen Quartalen und auch ein geringerer Zuwachs als es die Jahresprognose von 17 bis 19 Prozent Plus vorsieht.

Dies liegt den Experten von Warburg Research zufolge zum einen an starken Vorjahreswerten, insbesondere aus der Kernregion Westeuropa sowie Japan. Zum anderen hat sich auch das Marktumfeld etwas verschlechtert. Allen voran in Nordamerika verkaufen Händler ihre Waren mit Rabatt. Zu spüren bekam das bereits Nike. Der US-Konzern hatte im zurückliegenden Quartal stagnierende Umsätze ausgewiesen, auf dem Heimatmarkt sogar rückläufige. Under Armour aus Baltimore musste sogar seine Prognose kräftig zusammenstreichen. Der ebenso wie Adidas im Frankenland beheimatete Hersteller Puma hatte zuletzt hingegen einen guten Lauf, ist in den USA aber auch weniger präsent.

Adidas hatte viel Geld in den wichtigsten Sportmarkt der Welt investiert, was sich nach und nach in Marktanteilsgewinnen auszahlt. Vor allem bei der stark umworbenen Zielgruppe der Highschool-Kids ist die Marke seit einiger Zeit wieder angesagt. Bei Sportschuhen war es dem Konzern gelungen, durch Kooperationen mit Stars und exklusiven Kollektionen einen Hype zu entfachen. Die Analysten von RBC Capital Markets erwarten, dass Adidas von der aktuellen Schwäche der US-Konkurrenten in den kommenden Quartalen weiter wird profitieren können. Denn diese müssten zunächst ihre Lagerbestände abbauen. Ab dem vierten Quartal tröpfeln dann auch die ersten Bestellungen für die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Russland ein - ein Event, von dem Adidas durch seine Wurzeln im Fußball traditionell am stärksten profitiert.

Einen großen Schritt voran gekommen ist Adidas den Experten zufolge beim Ergebnis. Sowohl Betriebsergebnis als auch der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sollten im dritten Quartal um rund ein Drittel auf 746 Millionen beziehungsweise 515 Millionen Euro zugelegt haben.

Für das Gesamtjahr hat sich Adidas eine operative Steigerung von 24 bis 26 Prozent vorgenommen. Der Nettogewinn soll um bis zu 28 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro zunehmen. Dabei hilft, dass der Konzern seine Kosten im Griff hat und viele Produkte verkauft, die eine hohe Marge bringen, zumal Sportmode ohnehin zunehmend im Alltag getragen wird. Auch an der Börse hat Adidas viele Fans. Die Aktie war im vergangenen Jahr der am besten laufende Titel im Dax. Seit Anfang dieses Jahres hat sie um ein gutes Fünftel an Wert gewonnen. (dpa)

Foto: Adidas-Website
 

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