Adidas lädt zur Hauptversammlung: kritische Fragen zu Reebok

Der Sportartikelhersteller Adidas lädt seine Aktionäre am Donnerstag (10.00 Uhr) in Fürth zur Hauptversammlung. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kündigte unter anderem Fragen zur Werthaltigkeit und zu den Gewinnaussichten der Adidas-Tochter Reebok sowie zu der vom Aufsichtsrat genehmigten Übernahme eines Verwaltungsratsmandats von Adidas-Chef Kasper Rorstedt bei dem Lebensmittelkonzern Nestlé an.

Außerdem steht die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder auf der Tagesordnung. Neben Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sollen Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber und die chinesische Managerin Jing Ulrich in den Adidas-Aufsichtsrat einziehen. Nicht mehr zur Wahl treten Deutsche-Post-Chef Frank Appel, Katja Kraus und Willi Schwerdtle an.

In einem Gegenantrag fordert der Dachverband der kritischen Aktionäre, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Begründung: Adidas zahle Beschäftigten in Kambodscha und Indonesien nur Mindestlöhne, die nicht für ein menschenwürdiges Leben reichten. Aus Kambodscha stammen nach Angaben der kritischen Aktionäre fast 25 Prozent der Bekleidung, die Adidas herstellen lässt.

Das Wachstum des Nike- und Puma-Rivalen hatte sich im ersten Quartal etwas abgeschwächt. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro.(dpa)

Foto: Reebok | Gigi Hadid Capsule

 

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