Adidas: Starke Nachfrage nach Bekleidung beflügelt Umsatzwachstum
Bereits in der vergangenen Woche hatte der deutsche Sportartikelanbieter Adidas AG vorab verkündet, dass er im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 neue Rekordresultate erzielen konnte. Gleichzeitig hob das Management die Jahresprognosen an.
Am Donnerstag legte das Unternehmen nun seine vollständigen Resultate vor. Aus dem Zwischenbericht geht deutlich hervor, dass die Herzogenauracher das kräftige Wachstum im jüngsten Quartal vor allem der starken Nachfrage nach Bekleidung verdankten.
Der Quartalsumsatz mit Bekleidung wächst um 22 Prozent
Während die Umsätze im Kerngeschäft mit Schuhen aufgrund eines schwierigen Marktumfelds lediglich um zwei Prozent stiegen und währungsbereinigt sogar stagnierten, legten die weltweiten Erlöse mit Bekleidung um 22 Prozent (währungsbereinigt +19 Prozent) auf nahezu 2,9 Milliarden Euro zu. Damit wuchs die Kategorie deutlich stärker als der Gesamtumsatz, der um neun Prozent (währungsbereinigt +7 Prozent) auf 7,25 Milliarden Euro gesteigert wurde.
Nach Angaben des Unternehmens war die Nachfrage nach Bekleidung zuletzt sowohl im Lifestyle- als auch im und Performance-Bereich stark. „Treiber des Wachstums waren starke zweistellige Zuwächse in Originals und Fußball, neben breit gefächerten Zuwächsen im Bekleidungsbereich in vielen anderen Kategorien, einschließlich Sportswear, Running und Training“, heißt es im aktuellen Zwischenbericht.
Von CEO Bjørn Gulden gab es angesichts der jüngsten Erfolge sogar ein ausdrückliches Sonderlob für die verantwortlichen Mitarbeiter:innen. „Unsere fantastischen Design- und Entwicklungsteams haben neue Bekleidungskollektionen kreiert, die weltweit stark gefragt sind und unser Lifestyle-Geschäft aktuell antreiben“, erklärte er in einem Statement.
Adidas setzt auf modische Vielfalt
Nach Angaben des Unternehmens wuchs der Umsatz mit Kleidung im Bereich Originals im zurückliegenden Quartal um einen zweistelligen Prozentsatz. Das war nicht zuletzt auf die gezielte Einführung neuer Produkte zurückzuführen. „Um den Vorlieben der Konsumentinnen und Konsumenten gerecht zu werden und auch die starke Dynamik von Firebird und Adicolor weiter zu nutzen, erweiterte Adidas die Kollektionen um neue Prints wie Karos und saisonale Materialien wie Cord“, heißt es im Zwischenbericht.
Auch „elegantere, vom College-Look inspirierte Interpretationen, darunter Blouson-Track-Tops, Plisseehosen sowie Wildleder- und Satinjacken“ würden bei den Verbraucher:innen „sehr gut“ ankommen, erklärte das Unternehmen und verwies zudem auf seine neu eingeführte Linie AdiSignature sowie die Kollaborationen mit Jennie, Arte Antwerp und Simone Rocha, mit denen die „Sichtbarkeit des Bekleidungssortiments“ weiter gesteigert worden sei.
Fußball-Trikots profitieren vom WM-Schwung
Im Performance-Bereich hob das Unternehmen die „außergewöhnlich hohen Absatzzahlen“ der neu eingeführten Originals-Sportkollektion für Frauen hervor. Erfolgreich entwickelte sich auch das Geschäft mit Fußball-Bekleidung. Nachdem Adidas im Umfeld der Herrenfußball-Weltmeisterschaft seine Trikot-Absätze kräftig gesteigert hatte, konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben den Schwung „mit in die neue Vereinssaison nehmen“.
Gelungen sei dies dank „erfolgreicher Markteinführungen von Trikots und Fanartikeln für seine wichtigsten Vereine“, erklärte der Sportartikler. Zu den von Adidas ausgerüsteten internationalen Spitzenteams zählen beispielsweise der FC Arsenal, Real Madrid, der FC Bayern München, der FC Liverpool und Manchester United.
ODER ANMELDEN MIT