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Aeffe Gruppe wächst im dritten Quartal um zehn Prozent

Von Regina Henkel

11. Nov. 2022

Business

Style aus der F/S-Kollektion 2023 der Aeffe-Tochter Moschino. Bild: Moschino

Der börsennotierte italienische Luxusmarkenkonzern Aeffe Spa, zu dem die Marken Alberta Ferretti, Philosophy di Lorenzo Serafini, Moschino und Pollini gehören, meldet zum Abschluss des dritten Quartals einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 277,1 Millionen Euro und somit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 10,8 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Stichtag ist der 30. September.

In den neun Monaten bis zum 30. September belief sich der Nettogewinn auf 4,7 Millionen Euro, im Vergleich zu 23,2 Millionen Euro im Jahr 2021, wobei 15 Millionen Euro im letzten Jahr aus außerordentlichen Steuervergünstigungen stammten. Der Einzelhandelsumsatz stieg um 29,5 Prozent auf 65,8 Millionen Euro. Der Großhandelskanal macht mit 72,2 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin den größten Teil aus, und stieg um 5,6 Prozent auf 200,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bezogen auf die einzelnen Kategorien stieg der Umsatz im Bereich Konfektion um 9,8 Prozent auf 183,1 Millionen Euro, während die Umsätze der Schuh- und Lederwarensparte 128,9 Millionen Euro betrugen, was einem Anstieg von 17,2 Prozent entspricht.

Umsätze steigen in allen Regionen außer Asien

Die Umsätze im Heimatmarkt Italien stiegen um 13,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro, was 41,9 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Die Umsätze in Europa, die 33,1 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, verzeichneten einen Anstieg von 13,6 Prozent auf 91,7 Millionen Euro. Die Umsätze in Amerika stiegen um 22,3 Prozent auf 20,3 Millionen Euro und machten 7,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus, was auf einen Anstieg von 41,4 Prozent im Großhandel zurückzuführen ist.

In Asien und im Rest der Welt entwickelten sich die Umsätze leicht rückläufig: Hier verzeichnete die Gruppe einen Umsatz von 49,1 Millionen Euro, was einem Rückgang von 2,2 Prozent entspricht und 17,7 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Dieser Rückgang sei vor allem Veränderungen in China zuzuschreiben. Dort übernahm Aeffe Spa die Kontrolle über den Vertrieb von Moschino auf dem chinesischen Festland und eröffnete 21 direkt betriebene Geschäfte.

Neupositionierung von Moschino geht voran

Somit scheinen sich die Investitionen der Gruppe auszuzahlen, die das Unternehmen im letzten Jahr insbesondere in die Marke Moschino steckte. 2021 kaufte die Gruppe die noch fehlenden 30 Prozent der Anteile an Moschino für 66,6 Millionen Euro und erwarb außerdem für 3,6 Millionen Euro die Lizenz für die Produktion und den Vertrieb der Love Moschino-Kollektionen für Damenbekleidung.

Massimo Ferretti, Vorstandsvorsitzender von Aeffe Spa, kommentiert: „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage verzeichnete die Gruppe ein zweistelliges Umsatzwachstum, sowohl im Prêt-à-porter-Segment als auch bei Schuhen und Lederwaren, mit einem positiven Trend für alle Marken in den meisten Märkten. Die Gruppe arbeitet zügig und entschlossen und setzt eine Reihe von Initiativen um, darunter einen Plan mit erheblichen Investitionen für die strategische Erneuerung von Moschino in Bezug auf die Markenpositionierung und die Umstrukturierung des Einzelhandels in China, in Erwartung einer Lockerung der derzeitigen Beschränkungen und mit der Erwartung von Vorteilen auch in Bezug auf die Rentabilität bereits im Jahr 2023. Wir beobachten die Dynamik der Märkte sehr genau und konzentrieren uns weiterhin auf unsere langfristige Strategie, die darauf abzielt, die Unverwechselbarkeit unserer Marken zu stärken.“

AEFFE
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