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Ahlers: Investitionen sorgen für Gewinnrückgang

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Von Reinhold Koehler

28. Feb. 2018

Der Modekonzern Ahlers konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 mit seinen Marken Baldessarini, Otto Kern, Pioneer, Pierre Cardin und Jupiter durchaus am Markt punkten und berichtet ein Umsatzplus von 3,3 Millionen Euro bzw. 1,4 Prozent. Sogar in Deutschland konnte das Unternehmen zulegen, wenn auch nur um 0,9 Prozent. Beim Auslandsgeschäft konnten die Ahlers-Marken vor allem in Osteuropa überzeugen, wo ein Umsatzplus von 6,6 Prozent erzielt werden konnte. In Westeuropa gingen die Einnahmen hingegen um 1,3 Prozent zurück.

Gut läuft es für den Konzern vor allem auf seinen eigenen Kanälen. Dort stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum um 2,3 Prozent, und der Umsatzanteil des eigenen Retail am Gesamtumsatz stieg von 12,7 auf 13 Prozent. Auch auf vergleichbarer Fläche wuchsen die Umsätze, wenn auch nur leicht um 0,4 Prozent. Satte Wachstumsraten fährt Ahlers hingegen mit seinen neu aufgesetzten Onlineshops ein, die seit dem Relaunch im vergangenen Herbst durchschnittlich um 22 Prozent zulegen konnten. Vor allem der neue Pierre Cardin Online Shop und die Marktplätze bei hätten maßgeblich zu der positiven Online-Entwicklung beigetragen, so Ahlers.

Gin Tonic belastet nicht mehr

Allerdings musste das Unternehmen für seinen digitalen Wandel tief in die Tasche greifen und hohe Investitionen tätigen, die die erzielten Umsatzsteigerungen direkt wieder auffraßen. So sank das EBITDA trotz höherem Rohertrag und leicht gesunkener Personalkosten um zehn Prozent auf 8,3 Millionen Euro. Zugleich ging auch das Konzernergebnis nach Steuern um 600.000 Euro auf 1,9 Millionen Euro zurück.

Glaubt man den Verantwortlichen, so soll Ahlers bereits im neuen Geschäftsjahr wieder profitabler werden und dabei auch umsatzseitig weiter zulegen. Das Wachstum im Premium Segment soll durch die Marken Baldessarini und Pierre Cardin getragen werden. Im Jeans, Casual & Workwear Segment sollen vor allem Pioneer und Pionier Workwear zulegen. „Zusammengenommen erwarten wir eine Steigerung des Konzernumsatzes im kleineren einstelligen Prozentbereich leicht oberhalb der 2017er Wachstumsrate des bestehenden Geschäfts“, so der Konzernvorstand. Die Einstellung der Geschäftstätigkeit von Gin Tonic und der Wegfall des Private Label Geschäfts sollen künftig hingegen keine Rolle mehr spielen.

Signifikant verbessern soll sich vor allem der Ertrag. Man erwarte aufgrund von Zollvorteilen, optimierten Beschaffungsprozessen und günstige Währungseffekte beim Einkauf in Asien eine steigende Rohertragsmarge, heißt es aus dem Unternehmen. Da die betrieblichen Aufwendungen stabil bleiben oder nur leicht über dem Vorjahreswert liegen sollen, erwartet der Vorstand eigenen Angaben zufolge, dass das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2017/18 im mittleren zweistelligen Prozentbereich wächst.

Foto: Ahlers AG