Potenziell gefährliche Fälschungen von Medikamenten, Kosmetik und Elektrogeräten machen der EU-Kommission zufolge einen immer größeren Anteil an den vom Zoll abgefangenen Fake-Produkten aus. Im Jahr 2017 belief sich ihr Anteil an allen beschlagnahmten Fälschungen auf rund 43 Prozent, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Im vorangegangenen Jahr war es nur rund ein Drittel.

Insgesamt fingen die Behörden an den EU-Außengrenzen etwa 31 Millionen Waren ab, mit denen Urheber- oder Markenrechte verletzt wurden. Ihr Schwarzmarktwert belief sich auf mehr als 580 Millionen Euro. 2016 waren es noch gut 10 Millionen Produkte mehr, ihr Wert betrug 673 Millionen Euro.

Die meisten Fälschungen kamen 2017 nach wie vor aus China (73 Prozent). Besonders wertvolle Fälschungen, darunter Uhren und Schmuck, stammten hingegen aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Sie machten über 42 Prozent am Gesamtwert der Fälschungen aus. Die meiste nachgeahmte Kleidung kam aus der Türkei.

Die meiste Schmuggelware gelangte per Schiff nach Europa (65 Prozent). Post- oder Kuriersendungen - etwa von Onlinebestellungen - spielten hingegen eine vergleichsweise geringe Rolle (11 Prozent). (dpa)

 

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