Aus für Modekette Charles Vögele in Österreich

Die Sanierung der Modekette Charles Vögele Österreich ist gescheitert. «Das Unternehmen soll nun im Zuge des Insolvenzverfahrens abgewickelt werden. Betroffen sind 394 Mitarbeiter, davon 30 in der Zentrale», teilte die Firma am Freitag mit. Gründe seien Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit.

Die Kette hatte Mitte 2018 die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens beantragt und wurde vom Münchner Finanzberater GA Europe übernommen. Im Zuge des Verfahrens wurde unter anderem das Filialnetz reduziert. Ziel war es, das Unternehmen für einen strategischen Partner mit langfristigem Interesse attraktiv zu machen. «Leider sind die Verkaufsverhandlungen trotz intensivster Bemühungen nunmehr gescheitert, womit die kurz- und mittelfristige Warenversorgung für die verbleibenden 57 Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß sichergestellt werden konnte», hieß es am Freitag.

Ein Sprecher für Vidrea Retail bestätigte gegenüber FashionUnited per E-mail, dass die Übernahmeverhandlungenan um die österreichischen Filialen von Charles Vögele gescheitert seien. Im Zuge der Gespräche waren im Dezember bereits österreichische Dependancen auf das Konzept Miller & Monroe umgestellt und entsprechend mit Waren beliefert worden, teilte der Sprecher mit. Allerdings stoppten sowohl die Lieferungen als auch die Umwandelungen der Charles-Vögele-Filialen im Januar, so Vidrea Retail ohne weitere Details nennen zu wollen.

Im Januar hatte Vidrea Retail bekanntgegeben nach den deutschen auch die Charles Vögele Filialen in Österreich übernehmen zu wollen. Allerdings geriet der Investor zuletzt selbst in finanzielle Schwierigkeiten und musste Zahlungsaufschub in den Niederlanden beantragen. (dpa/FashionUnited)

Anm. der Redaktion: Der Beitrag wurde mit weiteren Angaben über das Engagement von Miller & Monroe in Österreich aktualisiert.

Foto: Charles Vögele

 

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