Schwache Geschäfte im Baltikum und die zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland haben den Umsatz des Bekleidungshändlers Baltika im Dezember schrumpfen lassen. Im Jahr 2014 konnte das in der estnischen Hauptstadt Tallinn beheimatete Unternehmen trotzdem ein solides Wachstum erzielen.

Wie der Konzern, der mit seinen Konzepten Monton, Mosaic, Baltman, Bastion und Ivo Nikkolo vor allem im Baltikum und in Osteuropa vertreten ist, aber auch über drei partnergeführte Stores auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa verfügt, am Montag mitteilte, erwirtschaftete er im vergangenen Monat einen Umsatz aus fortgeführten Geschäften in Höhe von 4,97 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutete das einen Rückgang um vier Prozent. Die Erlöse, die Baltika im Vorjahr in der Ukraine erzielte, sind dabei herausgerechnet. Aufgrund der unsicheren politischen Situation im Lande hatte sich Baltika im vergangenen April von seinem Ukraine-Geschäft getrennt.

Der Umsatz in den stationären Stores des Konzerns ging im Dezember um sechs Prozent zurück. In den baltischen Staaten sanken die Einzelhandelserlöse insgesamt um zwei Prozent (Estland -8 Prozent, Lettland -5 Prozent, Litauen -2 Prozent). In Russland brach der Einzelhandelsumsatz um dreißig Prozent ein. Dazu trug der jüngste Kursverfall des Rubels maßgeblich bei. Währungsbereinigt schrumpften die dortigen Erlöse um neun Prozent. Positiv entwickelten sich demgegenüber das Online-Geschäft, dessen Umsatz um 165 Prozent auf 53.000 Euro stieg, und das Großhandelsgeschäft, das die Erlöse der von Franchise-Partnern geführten Läden einschließt (+39 Prozent; 0,24 Millionen Euro).

Im gesamten Jahr 2014 konnte Baltika trotz des schwachen Schlussmonats allerdings kräftig zulegen. Der Umsatz wurde um sieben Prozent auf 55,5 Millionen Euro verbessert. Die Retail-Erlöse stiegen dank eines Zuwachses von acht Prozent in den baltischen Staaten um vier Prozent auf 49,9 Millionen Euro. Im Großhandel wuchs der Umsatz um 48 Prozent auf 5,0 Millionen Euro, im Online-Geschäft um 72 Prozent auf 0,47 Millionen Euro.

 

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