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Bargeldobergrenze: Handel und Verbraucher lehnen EU-Pläne ab

Die Pläne der Europäischen Union, künftig eine Obergrenze für Bargeldzahlungen einzuführen und das analoge Zahlungsmittel über kurz oder lang sogar ganz abzuschaffen, stößt bei Handel und Verbrauchern gleichermaßen auf Ablehnung. Eine Umfrage der EU-Kommission, an der sich vor allem Deutsche, Franzosen und Österreicher beteiligten, zeigt nun: Fast niemand hat Verständnis für die Einschränkungen im Zahlungsverkehr. So sollen sich satte 95 Prozent der Befragten gegen das Vorhaben ausgesprochen haben.

„Die Politik sollte akzeptieren, dass jegliche Einschränkung im Umgang mit Bargeld gegen den Willen der Bevölkerung ist“, so der Zahlungsexperte des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Ulrich Binnebößel. Schritte hin zu einer Beschränkung oder gar Abschaffung von Bargeld sollten deshalb nicht weiterverfolgt werden. Der Wunsch der Bürger sei ein deutliches Signal, das nicht ignoriert werden könne.

Bundesregierung und EU- Kommission müssten folglich in Zukunft noch genauer begründen, wenn weitere Maßnahmen ergriffen werden sollen. Binnebößel: „Der pauschale Hinweis auf Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche ohne nachvollziehbare Folgenabschätzung reicht nicht.“ In Ländern mit existierender Bargeldobergrenze sei ersichtlich, dass Schattenwirtschaft und Terrorismus auf diese Weise nicht sinnvoll bekämpft werden könnten. Der HDE spricht sich daher auch weiterhin gegen die Einführung einer Bargeldobergrenze aus und sieht stattdessen die Stärkung alternativer Bezahlarten im Fokus, um den Verbrauchern Wahlfreiheit beim Zahlungsmittel zu bieten.

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de