Die deutschlandweit aktive Mode-Handelskette AWG hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Grund für diesen Schritt war laut Unternehmensangaben auch der warme Herbst und das dadurch missglückte Geschäftsjahr 2018. Die Handelskette aus Köngen (Baden-Württemberg) mit rund 2900 Mitarbeitern und knapp 300 Filialen will sich nun sanieren.

«Der Geschäftsbetrieb der AWG geht trotz des eingeleiteten Schutzschirmverfahrens ohne Einschränkungen weiter», sagte der generalbevollmächtigte Rechtsanwalt Martin Mucha am Montag. Die Löhne und Gehälter seien bis Ende April gesichert.

Mit der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung vorerst in dem Unternehmen. Ihr zur Seite gestellt ist allerdings ein Anwalt als sogenannter Sachwalter, der vom Gericht bestellt wurde. Läuft die Eigenverwaltung schief, könnte er als Insolvenzverwalter komplett die Zügel übernehmen.

Viele Unternehmen in der Branche hatten zuletzt zu kämpfen, auch wegen der wachsenden Onlinekonkurrenz. Erst vergangene Woche hatte der Modehersteller Gerry Weber aus Nordrhein-Westfalen Insolvenz angemeldet - ebenfalls in Eigenverwaltung. (DPA)

 

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