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Bericht: Fast Fashion wird bis 2030 über 200 Milliarden US-Dollar wert sein

Von Don-Alvin Adegeest

6. Dez. 2021

Business

Bild: Zara HW21 Kampagne

Die Nachfrage nach Fast Fashion erreicht weltweit nie dagewesene Ausmaße. Bis 2030 wird die Sparte voraussichtlich einen Wert von 200 Milliarden US-Dollar überschreiten, wobei laut einem neuen Bericht in den nächsten fünf Jahren ein deutlicher Zuwachs erwartet wird.

Die Prognose stammt aus dem Bericht „Fast fashion global market opportunities and strategies to 2030: Covid-19 Growth and Change“ des irischen Marktforschungsunternehmens Research and Markets, in dem davon ausgegangen wird, dass der globale Fast-Fashion-Markt im Jahr 2020 einen Wert von 68,6 Milliarden US-Dollar erreichen werde, obwohl die jährliche Wachstumsrate (CAGR) seit 2015 um drei Prozent gesunken ist.

Es wird außerdem erwartet, dass Fast Fashion in den nächsten fünf Jahren mit einer konstanten Wachstumsrate von 19 Prozent auf 163,4 Milliarden US-Dollar anwachsen wird, um dann im Jahr 2030 211,9 Milliarden Dollar (188,8 Milliarden Euro) zu erreichen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 5,3 Prozent über fünf Jahre entspricht.

Bild: H&M HW21-Kampagne

Der Markt für Erwachsene war das größte Segment des nach Alter segmentierten Fast-Fashion-Marktes und machte im Jahr 2020 85,9 Prozent des Gesamtmarktes aus. Für die Zukunft wird erwartet, dass das Segment der Bekleidung für Jugendliche das am schnellsten wachsende Segment des Fast-Fashion-Marktes sein wird, mit einer CAGR von 23,6 Prozent zwischen 2020 und 2025.

Der Fast-Fashion-Markt wird auch nach Kategorien in Hosen, Hemden, Kleider und Röcke, Mäntel und sonstige Bekleidung unterteilt. Der Markt für sonstige Bekleidung war das größte Segment des nach Typen segmentierten Fast-Fashion-Marktes und machte im Jahr 2020 33,9 Prozent des Gesamtmarktes aus. Für die Zukunft wird erwartet, dass das Segment Kleider und Röcke das am schnellsten wachsende Segment im Fast-Fashion-Markt sein wird, mit einer CAGR von 23,8 Prozent zwischen 2020 und 2025.

Bild: Uniqlo x Jil Sander HW21 Kampagne

Der Asia-Pazifik-Raum war mit einem Anteil von 29,7 Prozent im Jahr 2020 die stärkste Region auf dem globalen Fast-Fashion-Markt. Es folgten Nordamerika, Westeuropa und dann andere Regionen. Die am schnellsten wachsenden Märkte auf dem Fast-Fashion-Markt werden Südamerika und der Nahe Osten sein, wo das Wachstum mit einer CAGR von 32,4 Prozent beziehungsweise 28,9 Prozent erfolgen soll. Danach folgen Afrika und Osteuropa, wo die Märkte mit einer CAGR von 25,2 Prozent beziehungsweise 23,0 Prozent wachsen sollen.

Der globale Fast-Fashion-Markt ist ziemlich fragmentiert, mit einer großen Anzahl von kleinen Unternehmen auf dem Markt. Die zehn Wettbewerbsführenden auf dem Markt machten im Jahr 2020 29,13 Prozent des Gesamtmarktes aus. Zu den Hauptakteuren auf dem Markt gehören Inditex (Zara SA), die H&M Group, Fast Retailing (Uniqlo), The Gap, Inc. und Asos Plc.

Die größten Chancen auf dem nach Geschlecht segmentierten Fast-Fashion-Markt ergeben sich laut des Berichts im Damen-Marktsegment, das bis 2025 einen weltweiten Jahresumsatz von 63 Milliarden US-Dollar erzielen soll. Die größten Chancen auf nach Alter ergeben sich im Segment der Erwachsenenbekleidung, das bis 2025 einen weltweiten Jahresumsatz von 77,7 Milliarden US-Dollar erzielen wird.

Steigende Nachfrage nach Chemiefasern

Zu den auf Markttrends basierenden Strategien für den Fast-Fashion-Markt gehören der Einsatz von Virtual Reality und Augmented Reality (VR/AR), die Nutzung der Blockchain-Technologie im Markt, künstliche Intelligenz bei der Gestaltung von Kleidung, die Nutzung des Internets der Dinge (IoT), neue Eigentumsmodelle, 3D-Druck und eine erhöhte Nachfrage nach Chemiefasern.

Um die Chancen zu nutzen, empfiehlt der Bericht den Fast-Fashion-Unternehmen, ihre Geschäftspräsenz in der E-Commerce-Sparte durch Investitionen und Initiativen zu verbessern, die auf die Entwicklung fortschrittlicher technologischer Lösungen zur Integration von physischen Geschäften und dem Online-Marktplatz oder der Plattform abzielen. Außerdem sollen sie sich sich auf die Entwicklung und Einführung von Webstores konzentrieren, um die Zugänglichkeit und Bequemlichkeit für die Kundschaft zu erhöhen, sich auf die Ausweitung ihrer Geschäfts- und Betriebspräsenz durch strategische Vereinbarungen und Pläne zur Erweiterung und Einrichtung von Geschäften und Produktionsstätten in Entwicklungsregionen konzentrieren, und sich auch auf Wachstum durch strategische Übernahmen konzentrieren.

Foto: Zara HW21 Kampagne
Artikelquelle: Research and Markets Bericht „Fast Fashion Global Market Opportunities and Strategies to 2030: COVID-19 Growth and Change“

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

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