Birkenstock hebt Prognose an – Zölle drücken die Marge

Der deutsche Schuhhersteller Birkenstock hat seinen Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 weiter ausgebaut und hebt daraufhin seine Prognose an.

In den drei Monaten bis zum 30. Juni erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von 13 Prozent (währungsbereinigt plus 15 Prozent) auf 719,5 Millionen Euro, nach neun Monaten steht ein Zuwachs von elf Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Das geht aus einer Quartalsmitteilung hervor, die die an der New Yorker Börse notierte Muttergesellschaft Birkenstock Holding plc mit Sitz in London am Donnerstag veröffentlichte. „Wir haben im dritten Quartal außergewöhnlich gut abgeschnitten und erneut die Stärke unserer Marke bewiesen", sagte Firmenchef Oliver Reichert.

Das Direct-to-Consumer-Geschäft wuchs um 14 Prozent auf 277,7 Millionen Euro und damit schneller als der Bereich Business-to-Business, der um 13 Prozent auf 441,7 Millionen Euro zulegte. Im Berichtszeitraum eröffnete Birkenstock 13 eigene Stores und kam zum 30. Juni auf 124 Standorte weltweit.

Stärkste Region bleibt Amerika mit 347,4 Millionen Euro (plus elf Prozent, währungsbereinigt plus 14 Prozent). In Europa, dem Nahen Osten und Afrika stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 297,2 Millionen Euro, die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten fielen geringer aus als erwartet. Asien-Pazifik legte um 18 Prozent auf 74,7 Millionen Euro zu, währungsbereinigt um 23 Prozent und ohne Australien um nahezu 30 Prozent.

Zölle und Währungseffekte belasten die Marge

Die Bruttomarge sank um 140 Basispunkte auf 59,1 Prozent, ausschlaggebend waren nach Unternehmensangaben ungünstige Währungsumrechnung, zusätzliche US-Zölle und der Produktmix. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um elf Prozent auf 242,5 Millionen Euro, die zugehörige Marge gab um 70 Basispunkte auf 33,7 Prozent nach.

Der Gewinn ging um 15 Prozent auf 109,6 Millionen Euro zurück, weil sich der Finanzaufwand von 18,3 auf 43,0 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Dahinter stehen einmalige, nicht zahlungswirksame Aufwendungen von 22 Millionen Euro für den Aktienrückkauf und die Refinanzierung der Anleihen. Das Ergebnis je Aktie sank um 13 Prozent auf 0,60 Euro, bereinigt stieg es um 19 Prozent auf 0,74 Euro.

Zum Quartalsende schloss Birkenstock einen beschleunigten Aktienrückkauf über 230 Millionen Euro ab und verringerte die Zahl der ausstehenden Aktien um sechs Millionen. Mitte Juni emittierte das Unternehmen vorrangige Anleihen über 900 Millionen Euro zu 4,50 Prozent und tilgte damit Anleihen über 428,5 Millionen Euro zu 5,25 Prozent. Der verbleibende Erlös soll weitere Rückkäufe von bis zu 500 Millionen US-Dollar ermöglichen. Die liquiden Mittel lagen zum 30. Juni bei 693,6 Millionen Euro, der Nettoverschuldungsgrad stieg wegen des Rückkaufs auf das 1,8-Fache des bereinigten EBITDA, nach dem 1,5-Fachen Ende September.

Höhere Prognose

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Birkenstock nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 15 Prozent, nachdem zuvor 13 bis 15 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der berichtete Umsatz soll am oberen Ende der Spanne von 2,3 bis 2,35 Milliarden Euro liegen, das bereinigte EBITDA bei mindestens 710 Millionen Euro statt 700 Millionen Euro, was einer Marge von 30,2 bis 30,5 Prozent entspricht.

Unverändert bleiben die bereinigte Bruttomarge von 57,0 bis 57,5 Prozent, die Investitionen von 110 bis 130 Millionen Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,90 bis 2,05 Euro, das Belastungen aus Zöllen, Währungseffekten, Steuerquote und Rückkauf einschließt.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.


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